World Series of Darts Finals 2026: Ilagan und Toylo sagen ab – Gurney fordert van Gerwen am Eröffnungsabend

Visa-Absagen von Lourence Ilagan und Alexis Toylo: Daryl Gurney und Maik Kuivenhoven rücken bei den World Series of Darts Finals 2026 in Amsterdam nach.
Gut eine Woche vor dem Start der World Series of Darts Finals 2026 muss die PDC ihr Teilnehmerfeld umbauen: Lourence Ilagan und Alexis Toylo haben ihre Teilnahme zurückgezogen. Beide Philippiner erhielten keine rechtzeitige Entscheidung über ihre Schengen-Visa-Anträge. Für sie rücken Daryl Gurney und Maik Kuivenhoven nach – mit direkten Folgen für Titelverteidiger Michael van Gerwen.
Visa-Anträge nicht rechtzeitig entschieden
Ilagan und Toylo standen vor einem Terminkonflikt, der sich nicht mehr auflösen ließ. Über ihre Schengen-Visa-Anträge war noch keine Entscheidung gefallen, als beide zum abschließenden Wochenende der PDC Asian Tour und zur PDC Asian Championship nach China reisen mussten.
Eine rechtzeitige Einreise in die Niederlande ließ sich damit nicht mehr sicherstellen. Beide Spieler verlieren dadurch ihren Startplatz beim Saisonabschluss der World Series in Amsterdam.
PDC-Regel 3.7 bringt Gurney und Kuivenhoven ins Feld
Die PDC besetzte die frei gewordenen Plätze nach Regel 3.7 ihres Regelwerks. Danach gehen frei werdende Startplätze an die bestplatzierten Spieler der Reserveliste, die aus dem Tour Card Holder Qualifier hervorgeht.
An der Spitze dieser Liste standen Daryl Gurney und Maik Kuivenhoven. Der Nordire Gurney übernimmt den Platz von Ilagan, der Niederländer Kuivenhoven rückt für Toylo nach.
Van Gerwen bekommt einen anderen Auftaktgegner
Weil die Nachrücker exakt in die Positionen der Ausgefallenen einsteigen, verändert sich die Auslosung an ihrer prominentesten Stelle. Michael van Gerwen, als Nummer eins gesetzt und Titelverteidiger, trifft am Eröffnungsabend in der AFAS Live nicht mehr auf Ilagan, sondern auf Daryl Gurney – einen Gegner mit langer Major-Erfahrung und deutlich anderem Kaliber als der ursprüngliche Auftaktgegner.
Auch Jonny Clayton, Sieger der Ausgabe 2021, bekommt es mit einem neuen Gegner zu tun: Statt Toylo wartet am Freitag Maik Kuivenhoven, der vor heimischem Publikum antritt. Es ist bereits die zweite Änderung im Feld – zuvor war Dirk van Duijvenbode krankheitsbedingt für Man Lok Leung nachgerückt.
Die erste Runde am Donnerstag, 17. September
- Viktor Tingström – Dirk van Duijvenbode
- Rob Cross – Ryan Searle
- Karel Sedlacek – Ben Robb
- Kevin Doets – Ross Smith
- Stephen Bunting – Josh Rock
- Luke Humphries – Jermaine Wattimena
- Michael van Gerwen – Daryl Gurney
- Gian van Veen – Chris Dobey
Die erste Runde am Freitag, 18. September
- Adam Leek – Jim Long
- Motomu Sakai – Callan Rydz
- Wessel Nijman – Simon Whitlock
- Nathan Aspinall – Raymond Smith
- James Wade – Damon Heta
- Gerwyn Price – Brody Klinge
- Luke Littler – Danny Noppert
- Jonny Clayton – Maik Kuivenhoven
Spielplan und Übertragung
- Donnerstag, 17. September, 19:00 Uhr: acht Erstrundenspiele
- Freitag, 18. September, 19:00 Uhr: acht Erstrundenspiele
- Samstag, 19. September, 13:00 Uhr: vier Achtelfinals
- Samstag, 19. September, 19:00 Uhr: vier Achtelfinals
- Sonntag, 20. September, 13:00 Uhr: Viertelfinals
- Sonntag, 20. September, 19:00 Uhr: Halbfinals und Finale
Gespielt wird in der AFAS Live in Amsterdam, es ist die zwölfte Auflage des Turniers. In Deutschland überträgt DAZN, zusätzlich zeigt Sport1 die World Series of Darts Finals 2026.
Format und Preisgeld
Das Feld umfasst 32 Spieler: 24 kommen über die World Series Order of Merit, hinzu kommen vier Spieler aus der PDC Order of Merit sowie vier Qualifikanten aus dem Tour Card Holder Qualifier. Gespielt wird in der ersten und zweiten Runde im Modus Best of 11 Legs, im Viertelfinale Best of 19, in Halbfinale und Finale Best of 21.
- Gesamtpreisgeld: 450.000 Pfund
- Sieger: 100.000 Pfund
- Finalist: 60.000 Pfund
- Halbfinalisten: je 30.000 Pfund
- Viertelfinalisten: je 17.500 Pfund
Für Gurney und Kuivenhoven bedeutet die späte Nominierung eine unerwartete Chance auf einen Major-Auftritt – für van Gerwen und Clayton dagegen eine deutlich anspruchsvollere Auftaktaufgabe als noch vor wenigen Tagen gedacht.