World Series of Darts Finals 2026: Clayton schlägt Littler 10:4 und beendet die historische Major-Serie

Jonny Clayton schlägt Luke Littler bei den World Series of Darts Finals 2026 mit 10:4 und beendet dessen Major-Serie. Der Traum vom Clean Sweep platzt.
Amsterdam, 20. September 2026 – die Serie ist gerissen. Luke Littler hat bei den World Series of Darts Finals 2026 in der AFAS Live seine erste Major-Niederlage des Jahres kassiert: Jonny Clayton setzte sich im Viertelfinale mit 10:4 durch und beendete den Lauf des Weltmeisters von sechs Major-Titeln in Serie. Der Traum vom Clean Sweep, also dem Gewinn sämtlicher Majors innerhalb eines Kalenderjahres, ist damit geplatzt.
Clayton dreht das Spiel nach der Pause
Lange sah es nach einer engen Partie aus. Littler ging zweimal in Führung, doch Clayton hielt konsequent dagegen und stellte vor der Pause mit einem 136er-Finish auf 3:3.
Der Wendepunkt folgte unmittelbar danach: Der Waliser breakte zum 4:3 und gab die Führung nicht mehr aus der Hand. In der Schlussphase zog Clayton auf 9:4 davon und machte den Sieg souverän fest. Es war kein Zufallserfolg, sondern das Ergebnis eines Spielers, der die Fehler des Favoriten sofort bestrafte.
Littler scheitert an den Doppeln
Der Grund für das frühe Aus lag klar auf den Doppelfeldern. Littler verwandelte lediglich 4 seiner 21 Doppelversuche – eine Quote von nur 19,05 Prozent. Immer wieder ließ er Clayton im Spiel, der die offenen Türen konsequent nutzte.
Für den Weltmeister war es ein ungewöhnlich fehlerhafter Auftritt auf der großen Bühne. In der zweiten Matchhälfte kam er nie mehr in einen Rhythmus, der eine Aufholjagd erlaubt hätte.
Damit endet eine der bemerkenswertesten Serien der jüngeren PDC-Geschichte. Littler hatte in diesem Jahr sechs große Titel nacheinander gewonnen und war in Amsterdam als klarer Favorit angetreten. Bereits in der zweiten Runde hatte er sich nur mit 10:9 gegen Nathan Aspinall durchgesetzt – ein Warnsignal, das sich am Sonntag bestätigen sollte.
Price mit Big Fish, Van Veen mit 124er-Matchfinish
Auch die übrigen Viertelfinals boten Hochklassiges. Gerwyn Price bezwang James Wade mit 10:7, spielte dabei einen Average von 103 Punkten und checkte mit dem Big Fish, dem 170er-Finish, das Maximum aus. Gian van Veen setzte sich vor heimischem Publikum gegen Dirk van Duijvenbode durch und beendete die Partie mit einem 124er-Matchfinish. Ross Smith schaltete Josh Rock aus und legte dabei sieben perfekte Darts sowie einen 10-Darter zum entscheidenden Break hin.
- Jonny Clayton 10:4 Luke Littler
- Gerwyn Price 10:7 James Wade – 103er-Average, 170er-Checkout
- Gian van Veen 10:8 Dirk van Duijvenbode – 124er-Matchfinish
- Ross Smith 10:7 Josh Rock – 10-Darter zum Break
Die Halbfinal-Paarungen
- Gian van Veen vs. Ross Smith
- Jonny Clayton vs. Gerwyn Price
Für Clayton wartet damit das rein walisische Duell mit dem höchsten Einsatz des Wochenendes, während Van Veen als letzter Niederländer im Feld auf den Heimvorteil in der AFAS Live bauen kann.
Rahmendaten, Format und Übertragung
Die World Series of Darts Finals 2026 sind die zwölfte Auflage des Turniers und werden vom 17. bis 20. September in der AFAS Live in Amsterdam ausgetragen. Im Feld stehen 32 Spieler, der Preisgeldtopf beträgt 450.000 Pfund, davon 100.000 Pfund für den Champion.
Gespielt wurde in den ersten beiden Runden im Modus Best of 11 Legs, das Viertelfinale ging über Best of 19 Legs, Halbfinale und Finale werden im Best of 21 Legs entschieden.
- Donnerstag, 17.09. – Erste Runde, Abendsession
- Freitag, 18.09. – Erste Runde, Abendsession
- Samstag, 19.09. – Zweite Runde, Nachmittags- und Abendsession
- Sonntag, 20.09. – Viertelfinale ab 12:00 Uhr britischer Zeit (13:00 Uhr MESZ), Halbfinale und Finale am Abend
In Großbritannien übertragen ITV4 und ITVX das Turnier frei empfangbar, zusätzlich ist PDCTV im Abonnement verfügbar.
Was die Niederlage für Littler bedeutet
Für Littler ist das Aus ein herber Rückschlag, aber kein Saisonende. Mit dem World Grand Prix, dem Grand Slam of Darts und der Weltmeisterschaft stehen noch mehrere große Aufgaben an, bei denen er seine Dominanz bestätigen kann. Der historische Clean Sweep ist zwar nicht mehr möglich, die Serie von sechs Major-Titeln in Folge bleibt dennoch eine Ausnahmeleistung.
Für Jonny Clayton dagegen ist dieser Sonntag ein Befreiungsschlag. Der Waliser hat den dominierenden Spieler des Jahres auf offener Bühne gestoppt – und steht nun nur noch zwei Siege vom Titel in Amsterdam entfernt.