World-Grand-Prix-Spielplan schickt Springer ins Eröffnungsmatch, Phil Taylor wirft wieder & Littler heuert Pre

Darts News 16. September 2026: World-Grand-Prix-Spielplan mit Springer im Auftaktmatch, Phil Taylor wirft wieder, Littler mit Profi-Koch, MvG vor Amsterdam.
Das Wichtigste des Tages
Ein Mittwoch ohne große Bühne, aber mit reichlich Gesprächsstoff: Die PDC hat heute die Reihenfolge der Sessions für den World Grand Prix veröffentlicht – und Niko Springer bestreitet das allererste Match des Doppel-Start-Majors gegen Danny Noppert. Phil Taylor verrät, dass er wieder täglich am Board steht, und gibt Luke Littler einen eindringlichen Rat mit. Littler selbst holt sich einen Koch aus dem Premier-League-Umfeld ins Team. Michael van Gerwen reist als Titelverteidiger nach Amsterdam, wo morgen die World Series of Darts Finals beginnen – begleitet von einer ehrlichen Formanalyse seines Freundes Vincent van der Voort. Und Gerwyn Price nimmt eine Box-Herausforderung an, zumindest verbal.
World Grand Prix: Der Spielplan steht – Springer und Littler in der Eröffnungssession
Die PDC hat heute die Session-Einteilung für den World Grand Prix in der Mattioli Arena in Leicester bekanntgegeben, der in knapp zwei Wochen beginnt. Für den Sieger gibt es erstmals 150.000 Pfund. Die erste Runde wird auf zwei Abendsessions verteilt, danach folgen Runde zwei an zwei Abenden, Viertelfinale, Halbfinale und Finale.
Titelverteidiger Luke Littler bestreitet sein Erstrundenmatch gegen Luke Woodhouse gleich in der Eröffnungssession, ebenso Michael van Gerwen (gegen Ryan Joyce), Gerwyn Price (gegen Sebastian Bialecki) und Jonny Clayton (gegen Krzysztof Ratajski). Die erste Partie des gesamten Turniers ist Danny Noppert gegen Niko Springer. Sollte Littler seinen Titel verteidigen, wäre er nach Phil Taylor und Michael van Gerwen erst der dritte Spieler, dem das beim World Grand Prix gelingt.
Eröffnungssession (Runde 1):
- Danny Noppert – Niko Springer
- Ross Smith – Cameron Menzies
- Nathan Aspinall – Kevin Doets
- Jonny Clayton – Krzysztof Ratajski
- Gerwyn Price – Sebastian Bialecki
- Michael van Gerwen – Ryan Joyce
- Luke Littler – Luke Woodhouse
- Wessel Nijman – Rob Cross
Zweite Session (Runde 1):
- Chris Dobey – Jermaine Wattimena
- Ryan Searle – William O'Connor
- Josh Rock – Niels Zonneveld
- James Wade – Joe Cullen
- Gary Anderson – Damon Heta
- Gian van Veen – Dirk van Duijvenbode
- Luke Humphries – Dave Chisnall
- Stephen Bunting – Andrew Gilding
Bemerkenswert: Sollte Springer gegen Noppert bestehen, wartet in Runde zwei der Sieger aus van Gerwen gegen Joyce.
Darts in Deutschland: Springer eröffnet das Doppel-Start-Major
Mit dem heute veröffentlichten Spielplan hat Niko Springer Gewissheit: Er ist das erste Gesicht des World Grand Prix 2026 und trifft im Auftaktmatch des Turniers auf den gesetzten Danny Noppert. Für den Deutschen ist es ein Turnier mit Sonderregel – jedes Leg muss mit einem Doppel oder dem Bullseye eröffnet werden – und mit einem harten Los: Noppert gehört zu den erfahrensten Spielern des Feldes. Springer ist der einzige deutsche Starter in Leicester.
Einen deutschen Farbtupfer gab es heute auch aus den Niederlanden: Michael van Gerwen kündigte in seinem Livestream mit Vincent van der Voort an, dass Streamer Knossi in seinem Kanal zu Gast sein wird. „Er kommt auf jeden Fall in meinen Stream, wir müssen nur noch einen Termin finden“, so van Gerwen. Ein konkretes Datum gibt es noch nicht.
Story des Tages: Phil Taylor wirft wieder – und mahnt Littler zum Nein-Sagen
Phil Taylor hat verraten, dass er wieder täglich rund eine Stunde am Board steht, dazu ins Fitnessstudio geht und auf seine Ernährung achtet. „Wir werden sehen, was passiert. Mal schauen, ob ich meine Form zurückbekomme“, sagte der 16-malige Weltmeister. Von einer ernsthaften Rückkehr auf die Tour ist keine Rede – Taylor spricht von „kleinen Dingen, zum Spaß“ und räumt ein: „Ich spiele ganz ordentlich, aber nicht so wie früher. In einer Pub-Liga kann ich mithalten.“ Auch seinen Rücktritt 2018 bereut er nicht: „Das hatte sich lange angebahnt. Ich hatte mich entschieden, und das war's.“
Interessanter ist, was Taylor Luke Littler mit auf den Weg gibt. Er nennt den 19-Jährigen „ein Phänomen – er ist wirklich so gut, er ist brillant“ und traut ihm zu, seine WM-Rekorde irgendwann anzugreifen. Sein Rat aus eigener Erfahrung betrifft weniger das Spiel als das Leben drumherum: zwei Konten führen, die Hälfte des Geldes von vornherein für die Steuer beiseitelegen – und vor allem lernen, Nein zu sagen. Wer berühmt werde, müsse manchmal Leute enttäuschen, um sich auf das Wesentliche vorbereiten zu können. Taylor selbst habe anfangs zu allem Ja gesagt und sei daran fast ausgebrannt.
Littler: Schluss mit Junkfood, jetzt kocht ein Premier-League-Koch
Passend dazu wurde heute bekannt, dass Luke Littler seine Ernährung noch einmal professionalisiert. Der Weltranglisten-Erste hat Jaedon Kay engagiert, einen Koch, der mehr als zehn Premier-League-Profis – darunter mehrere Spieler von Manchester United – mit vorbereiteten, kalorienreduzierten Gerichten beliefert. Rund 150 Pfund pro Woche investiert Littler in die Lieferungen, die Partnerschaft machte er selbst über Instagram öffentlich. Der zweifache Weltmeister hat nach eigenen Angaben bereits zwölf Kilogramm abgenommen, um bei langen Matches mehr Ausdauer zu haben. Für einen Spieler, der seine Siege beim WM-Durchbruch noch mit Döner und Dosenlimo feierte, ist das ein bemerkenswerter Kurswechsel – und er passt zu Littlers Strategie, sich in dieser Saison auf die Majors zu konzentrieren und bewusst Pausen einzubauen.
Van Gerwen vor Amsterdam: Van der Voorts Diagnose
Michael van Gerwen fährt morgen als Titelverteidiger nach Amsterdam, und ausgerechnet sein enger Freund Vincent van der Voort lieferte im Podcast „Darts Draait Door“ die ehrlichste Einordnung seiner Form. Van der Voort rechnet damit, dass van Gerwen seine Position als niederländische Nummer zwei in Kürze an Danny Noppert verliert – und warnt vor überzogenen Erwartungen: „Zwei Jahre kann man nicht in anderthalb Wochen aufholen.“ Van Gerwen trainiere zuletzt deutlich mehr, doch Besserung brauche Geduld. Gleichzeitig hält van der Voort an seinem Glauben fest: „Ich weiß, was noch in ihm steckt, und ich glaube wirklich an ihn.“
Van Gerwen selbst gab im Livestream mit van der Voort – die beiden spielten Trainingsmatches und beantworteten Zuschauerfragen – Einblick in den Alltag eines Topspielers: „Alle denken, sie wollen mein Leben. Ich gebe ihnen einen netten Tipp: Reis einfach ein Jahr lang mit mir.“ Die Reisebelastung werde von außen massiv unterschätzt. Van der Voort schloss eine eigene Rückkehr auf die Tour kategorisch aus („Nein, nein, absolut nicht“), van Gerwen kündigte an, noch in diesem Jahr in dessen Podcast auftreten zu wollen. Zudem lobte er Cameron Menzies als „fantastisch“ und äußerte sich vorsichtig zur Krise von Dimitri Van den Bergh, dem er weiterhin viel zutraut. Sein Auftaktgegner morgen: Daryl Gurney.
Price nimmt Box-Herausforderung an – „wenn die Bezahlung stimmt“
Gerwyn Price hat die nächste Runde in seiner kleinen Boxposse eingeläutet. Nachdem der walisische Influencer Dean Alex (knapp zwei Millionen Follower) ihn in den Instagram-Kommentaren fragte, ob er ihn „in den vorzeitigen Ruhestand schicken“ solle, antwortete der Ex-Weltmeister: „Wenn die Bezahlung stimmt, schläfere ich dich gerne ein.“ Alex machte den Austausch anschließend öffentlich („Wales gegen Wales!“) und markierte Misfits Boxing sowie Promoter Mams Taylor. Realistisch bleibt ein Kampf kaum: Das Verletzungsrisiko für Hände und Finger wäre für einen Dartsprofi enorm, und Price' Kalender ist voll – noch in dieser Woche spielt er in Amsterdam gegen Brody Klinge, dazu wartet der World Grand Prix. Von Misfits Boxing gibt es bislang kein Signal, dass Verhandlungen laufen.
Beau Greaves: „Ohne Brille kann ich nicht spielen“
Etwas leiser, aber sympathisch: Beau Greaves sprach über ihren Ausrüster Specsavers – eine Partnerschaft, die kaum passender sein könnte. „Wenn ich die Brille absetze, kann ich nicht Darts spielen“, sagte die Engländerin, die praktisch jedes Match mit Sehhilfe bestreitet. „Klare, verlässliche Sicht ist im Darts ein riesiger Teil der Leistung.“ Früher habe sie ihre Brillen nie im Laden gekauft, jetzt sei die neue Brille blitzschnell da: „Ich habe noch nie eine Brille so schnell per Post bekommen – wahrscheinlich das Beste überhaupt.“
MODUS Super Series: Evans und Cooper geben in Gruppe A den Ton an
Am heutigen Spieltag der MODUS Super Series gewannen David Evans und Henry Cooper jeweils vier ihrer fünf Partien. Cooper verlor einzig das direkte Duell gegen Evans, Evans einzig gegen Kai Fan Leung. Alle Details zu Tabelle und Verlauf gibt es in unserem eigenen Turnier-Artikel.
- Evans (4 Siege): 4:3 van de Pas, 4:2 Cooper, 4:3 Howson, 4:3 Chrysospathis – 2:4 gegen Leung
- Cooper (4 Siege): 4:2 van de Pas, 4:2 Howson, 4:1 Chrysospathis, 4:0 Leung – 2:4 gegen Evans
- Howson (3 Siege): 4:2 Chrysospathis, 4:2 Leung, 4:1 van de Pas
- Van de Pas (2 Siege): 4:0 Chrysospathis, 4:2 Leung
- Leung (1 Sieg): 4:2 Evans
- Chrysospathis (1 Sieg): 4:3 Leung
Das steht morgen an
Morgen beginnen die World Series of Darts Finals im AFAS Live in Amsterdam mit der ersten Abendsession (Start 19 Uhr MESZ, acht Erstrundenpartien). Auf dem Programm stehen Viktor Tingström gegen Dirk van Duijvenbode, Rob Cross gegen Ryan Searle, Karel Sedlacek gegen Ben Robb, Kevin Doets gegen Ross Smith, Stephen Bunting gegen Josh Rock, Luke Humphries gegen Jermaine Wattimena, Michael van Gerwen gegen Daryl Gurney und Gian van Veen gegen Chris Dobey. Parallel wird die MODUS Super Series mit dem nächsten Gruppentag fortgesetzt.