Beat Luke Littler: Fallon Sherrock schlägt Littler und gewinnt 501.000 Pfund bei Netflix

Beat Luke Littler: Fallon Sherrock schlägt Littler und gewinnt 501.000 Pfund bei Netflix

Fallon Sherrock besiegt Luke Littler im 15. Leg der Netflix-Show in Manchester und kassiert 501.000 Pfund. Alle Details zum Abend und zum Finish auf Tops.

Fallon Sherrock hat am Freitagabend in Manchester den Jackpot geknackt: Sie besiegte Luke Littler in der Netflix-Live-Show „Beat Luke Littler“ im 15. Leg des Abends und kassierte dafür 501.000 Pfund. Sherrock war die einzige Herausforderin, die dem Weltranglistenersten ein Leg abnahm – unmittelbar danach war die Show beendet.

Das Finish: 180, Rest 43 – und Tops

Sherrock gewann das Bull-off und sicherte sich damit den Anwurf. Sie legte ein 180 nach, stellte sich auf 43 Rest und checkte das Leg anschließend über Doppel 20 aus. Littler kam im entscheidenden Leg nicht mehr an sein Doppel.

Für Sherrock ist es der wohl lukrativste Wurf ihrer Karriere – und ein besonderer Moment: Ihr Sohn sah sie in Manchester erstmals live spielen.

Ihren Platz auf der Bühne hatte sich Sherrock über ein Fan-Voting gesichert. Dort setzte sie sich mit 75 Prozent der Stimmen gegen Jarod Becker durch, der eigens nach Manchester gereist war.

14 Legs ohne Niederlage – dann kam die 15. Herausforderin

Bis zu Sherrocks Auftritt hatte Littler alle 14 vorherigen Legs gewonnen. Den Anfang machte die 16-jährige Kasey Smith, die Littler über Tripel 10 und Doppel 20 souverän abfertigte.

Zu den weiteren geschlagenen Herausforderern zählten unter anderem Tony Cole, Zac Spain, der 14-jährige Jayden Walker, Katie Sheldon, Taylon Forrester, Mark Pooke, Zac Griffiths, der ebenfalls 14-jährige Makinley Cooper-Johnson, Lauren Bloomfield und David Wawrzewski.

Im Leg gegen Jayden Walker zeigte Littler seine stärkste Aufnahmefolge des Abends: ein 180 und ein 158er-Finish. Lauren Bloomfield und Katie Sheldon kamen gegen den Weltranglistenersten nie in Finish-Reichweite. Makinley Cooper-Johnson war mit 14 Jahren der jüngste Spieler auf der Bühne.

Die engsten Momente des Abends

So klar die Bilanz am Ende aussieht – Littler wackelte mehrfach deutlich:

  • Pearse Mackle verpasste einen Match-Dart aufs Bull und damit die große Chance auf das Preisgeld.
  • Mark Pooke gewann als Herausforderer das Bull, verpasste anschließend aber 138 und kam zu keinem Match-Dart. Littler traf Doppel 10 und stellte auf 9 von 20.
  • Taylon Forrester, genannt „The Trash Man“, war der erste Herausforderer in Finish-Reichweite. Littler verpasste drei Aufnahmen lang seine Tripel, ehe er das Leg doch noch gewann.
  • Tony Cole zwang Littler zu einem zweiten Anlauf: Nach einem 140er blieb der Weltranglistenerste auf 67 und verpasste Doppel 20, bevor er in der nächsten Aufnahme auscheckte.
  • Zac Griffiths, „Boy in the Corner“, hätte Littler fast das Bull abgenommen.

Littlers Average sank im Verlauf des Abends von rund 100 auf etwa 80 Punkte – ein Hinweis darauf, wie zehrend das Format aus 20 Einzel-Legs unter Dauerdruck war.

Das Format der Netflix-Premiere

  • 20 Herausforderer traten nacheinander in je einem Leg 501 gegen Luke Littler an.
  • Wer ein Leg gewann, kassierte 501.000 Pfund.
  • Die Show endete unmittelbar mit Littlers erster Niederlage.
  • Das Teilnehmerfeld bestand aus 16 gesetzten Startern plus acht Wildcards, ausgelost aus vier Töpfen.
  • Rund 25.000 Bewerbungen gingen ein, danach folgte ein Casting-Verfahren.
  • Austragungsort war der Manchester Central Complex, Beginn um 20:00 Uhr deutscher Zeit (19:00 Uhr britischer Zeit), live bei Netflix.

Bühne, Moderation und Kritik

Durch den Abend führte Gary Lineker, unterstützt von Richard Osman, Josh Denzel und Angry Ginge. Laura Turner war als Expertin im Einsatz, John McDonald übernahm die Walk-ons, Huw Ware war der Caller.

Osman hatte im Vorfeld vorgerechnet, dass Littler ein einzelnes Leg mit etwa 85 Prozent Wahrscheinlichkeit gewinnt – und damit nur eine Chance von rund 15 Prozent hätte, alle 20 Legs zu überstehen. Genau so kam es: Beim 15. Versuch war Schluss.

Kritik gab es im Umfeld der Show an der Spielerauswahl und am Publikumsvoting. Dass mit Sherrock ausgerechnet eine der bekanntesten Darts-Spielerinnen der Welt und keine klassische Amateurin den Hauptgewinn holte, dürfte die Debatte nicht beenden.

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