Dobey gewinnt PC 32 – Pietreczko im Viertelfinale, drei Neun-Darter an einem Tag

Dobey gewinnt PC 32 – Pietreczko im Viertelfinale, drei Neun-Darter an einem Tag

Darts News vom 29.10.2026: Chris Dobey gewinnt PC 32 in Den Bosch 8:4 gegen Tommy Morris, Ricardo Pietreczko erreicht das Viertelfinale, drei Neun-Darter.

Das Wichtigste des Tages

Chris Dobey hat das Players Championship 32 (PC 32) der PDC in Den Bosch gewonnen. Im Finale setzte sich der Engländer mit 8:4 gegen Tommy Morris durch und holte bei einem Final-Average von 103,01 gegen 94,07 seinen dritten Players-Championship-Titel in dieser Saison. Es war der elfte Erfolg bei einem Floor-Turnier der PDC in seiner Laufbahn. Alle Ergebnisse, Averages und Statistiken stehen im ausführlichen Turnierbericht.

Aus deutscher Sicht war Ricardo Pietreczko der Mann des Tages: Der Nürnberger erreichte das Viertelfinale und damit sein bestes Floor-Ergebnis des Jahres 2026. In der Players Championship Order of Merit, die über die Startplätze für die Finals in Minehead entscheidet, kletterte er um zehn Plätze auf Rang 73.

Dazu kam eine Seltenheit: In der Maaspoort fielen an einem Turniertag drei perfekte Legs.

Drei Neun-Darter an einem Nachmittag

Tom Sykes eröffnete die Serie in der ersten Runde. Im siebten Leg gegen Cor Dekker brauchte der Engländer nur neun Darts, kurz darauf stand das 6:2 fest.

Ebenfalls in der ersten Runde warf Bradley Brooks beim 6:4 gegen Adam Gawlas einen Neun-Darter. In der zweiten Runde folgte Wesley Plaisier: Der Niederländer traf gegen Damon Heta die neun perfekten Darts und gewann 6:4. Es war sein erster offizieller Neun-Darter bei der PDC.

Darts in Deutschland: Pietreczko im Viertelfinale

Pietreczko begann den Tag mit einem 6:2 im rein deutschen Duell gegen Leon Weber und steigerte sich danach deutlich. Gegen Dave Chisnall gewann er 6:3, gegen Cameron Menzies ebenfalls 6:3 – in diesem Match checkte er unter anderem 121 und 122 Punkte.

Im Achtelfinale traf er auf Wessel Nijman, den Führenden der Players Championship Order of Merit. Pietreczko spielte einen Average von 100,83 und entschied das Match im Decider auf Doppel 16 für sich: 6:5. Im Viertelfinale war dann Schluss. Gegen Scott Williams blieb Pietreczko bei einem Average von 85,35 und verlor ohne Leggewinn mit 0:6.

Die übrigen deutschen Starter kamen nicht so weit. Martin Schindler gewann 6:2 gegen Niall Culleton und 6:5 gegen Stefan Bellmont, ehe er in der dritten Runde bei einem Average von 98,78 mit 4:6 an William O’Connor scheiterte – dem späteren Halbfinalisten. Lukas Wenig setzte sich gegen Maximilian Czerwinski (6:4) und Keane Barry (6:5) durch und unterlag erst in Runde drei Kevin Doets mit 4:6.

Daniel Klose schlug Jamie Beeton 6:3 und verlor anschließend 4:6 gegen Michael Smith (Average 97,31). Niko Springer überstand ein 6:5 gegen Ian White und schied in Runde zwei gegen Benjamin Pratnemer aus, Gabriel Clemens verlor sein Zweitrundenmatch 5:6 gegen Niels Zonneveld. In der Eröffnungsrunde ausgeschieden sind unter anderem Max Hopp, Marvin Kraft, Arno Merk und Dominik Grüllich, der nach der Auslosung gegen Michael van Gerwen antreten musste und 2:6 verlor.

Das Rennen um Minehead

Mit dem Titel schob sich Dobey in der Players Championship Order of Merit wieder auf Rang zwei. Die Tabelle führt weiterhin Wessel Nijman mit 154.500 Pfund an, dahinter folgen Dobey (118.750 Pfund) und Kevin Doets (113.250 Pfund) vor Luke Woodhouse und Andrew Gilding.

Wichtiger ist die Grenze weiter unten: Die besten 64 dieser Rangliste starten Ende November bei den Players Championship Finals in Minehead. Rang 64 steht nach dem heutigen Turnier bei 31.750 Pfund, gehalten von Wesley Plaisier. Pietreczkos Viertelfinale brachte ihn auf 28.250 Pfund und damit näher an diese Marke heran, ein Startplatz ist daraus aber noch nicht geworden.

  • Tommy Morris: nach dem Finaleinzug Rang 45 (39.250 Pfund)
  • Gary Anderson: von Rang 64 auf Rang 68 abgerutscht (29.750 Pfund)
  • Nathan Aspinall: Rang 78 (26.500 Pfund)
  • Luke Littler: Rang 128 (10.500 Pfund)

An dieser Grenze ist noch nichts entschieden: Vor den Finals stehen weitere Players Championships auf dem Kalender.

Price streicht alle Auftritte außerhalb der PDC

Abseits der Bretter in Den Bosch sorgte Gerwyn Price für die größte Personalie des Tages. Der Ex-Weltmeister sagt aus persönlichen Gründen sämtliche Termine außerhalb der PDC für 2026 und 2027 ab, die Turniere des Verbands spielt er weiter. Die Einzelheiten und seine Begründung stehen in unserem Bericht zur Absage.

Players Championship 32: die Endrunde im Überblick

Der Weg des Siegers führte über Marvin Kraft, Owen Bates, Mickey Mansell und Bradley Brooks ins Viertelfinale. Dort spielte Dobey gegen Krzysztof Ratajski einen Average von 111,12, im Halbfinale kamen 109,68 gegen O’Connor dazu. Morris, auf der Challenge Tour derzeit die Nummer drei, warf sich auf der anderen Seite des Tableaus durch ein schweres Programm: Mervyn King, Kim Huybrechts, Michael van Gerwen, Charlie Manby und Michael Smith. Van Gerwen war damit in der Runde der letzten 32 raus.

  • Viertelfinale: Dobey 6:1 Ratajski, Morris 6:2 Smith, Williams 6:0 Pietreczko, O’Connor weiter
  • Halbfinale: Dobey 7:4 O’Connor (109,68), Morris gegen Williams (106,98)
  • Finale: Dobey 8:4 Morris (103,01 zu 94,07)

Das steht morgen an

Ein PDC-Turnier steht am Freitag nicht auf dem Programm. Dafür gibt es einen Termin, der weit über den Darts-Sport hinaus Aufmerksamkeit bekommt: Netflix zeigt ab 20 Uhr deutscher Zeit die Live-Show „Beat Luke Littler“ aus dem Manchester Central. 24 Teilnehmerinnen und Teilnehmer bekommen je ein Leg 501 gegen den Weltmeister; wer ihn schlägt, erhält 501.000 Pfund und beendet damit zugleich den Wettbewerb. Es ist der erste Live-Darts-Abend des Streamingdienstes, moderiert von Gary Lineker und Richard Osman.

MODUS Super Series: Davies mit drei Siegen

In der Champions Week der MODUS Super Series eröffnete Gruppe C ihr Programm. David Davies gewann alle drei Partien des Tages, zunächst 4:1 gegen Benito van de Pas, dann 4:2 gegen Michael Wiles und 4:1 gegen Danny Ayres. Darren Beveridge blieb mit 4:0 gegen Neil Duff und 4:3 gegen van de Pas ebenfalls ungeschlagen. Duff kam nach der Auftaktniederlage zu zwei Erfolgen (4:2 gegen Ayres, 4:1 gegen van de Pas).

  • Wiles 4:1 Ayres
  • Beveridge 4:0 Duff
  • Davies 4:1 van de Pas
  • Duff 4:2 Ayres
  • Davies 4:2 Wiles
  • Beveridge 4:3 van de Pas
  • Davies 4:1 Ayres
  • Duff 4:1 van de Pas

Nach dem ersten Gruppentag führt Davies die Bilanz mit drei Siegen aus drei Spielen an, vor Beveridge mit zwei Siegen ohne Niederlage und Duff mit zwei Siegen und einer Niederlage. Ayres und van de Pas warten nach je drei Partien noch auf den ersten Erfolg. Gruppe C wird am Freitagnachmittag fortgesetzt; der Gruppensieger zieht ins Champions-Week-Finale am Samstag ein.

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