Gerwyn Price legt Pause ein: Ex-Weltmeister sagt alle Nicht-PDC-Auftritte für 2026 und 2027 ab

Gerwyn Price legt Pause ein: Ex-Weltmeister sagt alle Nicht-PDC-Auftritte für 2026 und 2027 ab

Gerwyn Price streicht aus persönlichen Gründen alle Nicht-PDC-Auftritte für 2026 und 2027. PDC-Turniere spielt er weiter, nächster Start: Grand Slam of Darts.

Paukenschlag am Donnerstagnachmittag: Gerwyn Price zieht sich von allen Auftritten außerhalb der PDC zurück. Der frühere Weltmeister aus Wales sagt sämtliche noch ausstehenden Termine des Jahres 2026 ab – und wird im gesamten Jahr 2027 bei keiner Veranstaltung außerhalb der PDC antreten. Seine Management-Agentur MODUS Sports Management und der Veranstalter MDA Events machten die Entscheidung am 29. Oktober öffentlich. Als Grund werden ausschließlich persönliche Gründe genannt.

„Ich muss eine Pause einlegen“

Price selbst erklärte, er müsse „für die absehbare Zukunft eine Pause von der Arbeit außerhalb der PDC einlegen“. Der Waliser entschuldigte sich ausdrücklich bei den Fans: „Ich entschuldige mich für diese kurzfristigen Absagen und hoffe, dass meine Fans Verständnis haben.“ Zugleich betonte er, dass MODUS und MDA seine Entscheidung „voll und ganz unterstützen“ und er hoffe, „in Zukunft wieder mit ihnen zusammenarbeiten“ zu können.

Was konkret wegfällt:

  • Restliches Jahr 2026: alle noch geplanten Termine außerhalb der PDC
  • Gesamtes Jahr 2027: keine Auftritte außerhalb von PDC-Turnieren
  • Betroffen: vor allem Exhibitions und Show-Termine – eine Liste der einzelnen gestrichenen Veranstaltungen wurde nicht veröffentlicht
  • Nicht betroffen: die Turniere der PDC

Veranstalter: Ersatzspieler stehen bereits fest

MODUS Sports Management und MDA Events sprachen in ihrer gemeinsamen Mitteilung von einer schweren Nachricht für die Anhänger des Walisers. Man verstehe die Frustration der bisherigen Ticketkäufer, respektiere aber Price' Entscheidung und wünsche ihm alles Gute für die Zukunft.

Für die betroffenen Termine seien bereits Ersatzspieler verpflichtet worden, die bisherigen Ticketinhaber seien darüber informiert worden. Angaben zu möglichen Rückerstattungen machten die Veranstalter nicht.

PDC-Turniere laufen weiter – nächster Start beim Grand Slam

Entscheidend für die Turnierlandschaft: Der Rückzug betrifft ausdrücklich nur den Bereich außerhalb der PDC. In den Turnieren der Professional Darts Corporation bleibt Price regulär am Start. Sein nächster Auftritt ist der Grand Slam of Darts, der in gut einer Woche beginnt.

  • Termin: 14. bis 22. November 2026
  • Austragungsort: Aldersley Leisure Village, Wolverhampton
  • Preisgeld: 1.000.000 Pfund, davon 200.000 Pfund für den Sieger
  • TV: Übertragung bei Sky Sports

Die Auslosung und die Gruppeneinteilung für das Major standen zum Zeitpunkt der Mitteilung noch nicht fest.

Weltranglisten-Vierter ohne Major-Titel in diesem Jahr

Price geht als Nummer vier der Weltrangliste in die Endphase der Saison. Ein Major-Titel fehlt ihm in diesem Jahr weiterhin, mehrfach war er zuletzt nah dran. Auf der Floor- und Euro-Tour lief es dagegen deutlich besser:

  • European Darts Grand Prix (Sindelfingen): Titel nach 8:6 gegen Ross Smith – sein zehnter Euro-Tour-Titel, womit er als zweiter Spieler nach Michael van Gerwen zweistellig wurde
  • Players Championship: mehrere Erfolge, darunter ein 8:1 gegen Andrew Gilding
  • European Darts Open (Leverkusen): Turniersieg
  • Premier League (Antwerpen): Sieg am Spieltag

Bereits Anfang Oktober hatte Price einen Euro-Tour-Start in Basel ausgelassen; bei der Swiss Darts Trophy fehlte er gemeinsam mit Gary Anderson, Nathan Aspinall und Ryan Joyce. Über die genauen Hintergründe des jetzigen Rückzugs ist nichts bekannt, weitere Erklärungen gab es von keiner Seite.

Einordnung

Für die Exhibition-Szene ist die Absage ein spürbarer Verlust, denn Price zählt zu den gefragtesten Zugpferden der Branche. Für seine sportliche Bilanz könnte die Entlastung dagegen hilfreich sein: Der Terminkalender der Spitzenspieler ist dicht, und Price hat in der Vergangenheit selbst von der Belastung durch den Kalender gesprochen.

Klar ist nach der Mitteilung vom Donnerstag nur: Der Waliser bleibt dem Sport erhalten – aber ab sofort ausschließlich dort, wo es um Ranglistenpunkte und Titel geht.

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