Coates gewinnt Development Tour 23, Grüllich im Viertelfinale & Price gegen Humphries um den Grand-Prix-Titel

Coates gewinnt Development Tour 23, Grüllich im Viertelfinale & Price gegen Humphries um den Grand-Prix-Titel

Darts News vom 4. Oktober 2026: Henry Coates gewinnt Development Tour 23, Dominik Grüllich im Viertelfinale, Price und Humphries spielen in Leicester um den Titel.

Der Darts-Sonntag verteilte sich auf drei Schauplätze: In der Mattioli Arena in Leicester spielen Gerwyn Price und Luke Humphries am Abend den Sieger des World Grand Prix aus, im Robin Park Leisure Centre in Wigan ging die Development-Tour-Saison mit den Events 23 und 24 zu Ende, und in Portsmouth gewann Graham Hall die Grand Finals der ADC Winmau Championship.

Das Wichtigste des Tages

  • World Grand Prix, Leicester: Price und Humphries bestreiten das Finale über maximal elf Sätze. Dem Sieger stehen 150.000 Pfund zu, dem Verlierer 80.000.
  • Development Tour 23, Wigan: Henry Coates gewinnt das Finale mit 5:1 gegen Owen Bates – bei 97,41 im Average.
  • Development Tour 24, Wigan: Im Abschlussturnier der Saison fallen die Entscheidungen um zwei Tour Cards und die WM-Plätze. Dominik Grüllich erreicht das Viertelfinale.
  • ADC Winmau Championship, Portsmouth: Hall gewinnt die Grand Finals mit einem 6:3 gegen Jack Main.

World Grand Prix: Price gegen Humphries um den Titel

Das Endspiel in Leicester beginnt um 21:00 Uhr und geht über maximal elf Sätze, jeder Satz im Modus Best BO5 Legs. Der World Grand Prix ist das einzige PDC-Major, das im Double-In-Double-Out-Format gespielt wird: Jedes Leg muss mit einem Doppel eröffnet werden. Das ändert oft die Verhältnisse – Scoring-Power zählt weniger stark als die Fähigkeit, unter Druck das erste Doppel zu treffen. Price kam im Halbfinale auf eine Double-In-Quote von 51 Prozent.

Vom Preisgeldtopf in Höhe von 750.000 Pfund entfallen 150.000 Pfund auf den Sieger, 80.000 Pfund auf den Unterlegenen. Für Price wäre es der zweite Grand-Prix-Titel nach 2020, für Humphries der erste bei diesem Turnier. Humphries steht zum vierten Mal nacheinander im Endspiel in Leicester – eine Serie, die bei diesem Turnier bislang niemand erreicht hat.

Wie sich die beiden ihren Weg ins Finale gebahnt haben, steht im Bericht zu den Halbfinals.

Development Tour 23: Coates mit 97,41 im Finale

Henry Coates hat das vorletzte Turnier der Development-Tour-Saison gewonnen. Der Engländer setzte sich im Finale mit 5:1 gegen Owen Bates durch und warf dabei 97,41 im Average, Bates kam auf 89,55. Dotiert ist der Titel mit 3.000 Pfund.

Der Weg ins Finale verlief für beide unterschiedlich. Coates schlug im Viertelfinale Keanu van Velzen mit 5:3 bei 85,07 und im Halbfinale Tyler Thorpe mit 5:3 bei 92,58 – seinen stärksten Average des Turniers hob er sich damit für das Endspiel auf. Bates war in der Vorschlussrunde mit 96,76 der beste Werfer des Tages und gewann 5:2 gegen Jamai van den Herik.

  • Viertelfinale: Jamai van den Herik 5:3 Kaya Baysal (90,91 zu 93,98)
  • Viertelfinale: Owen Bates 5:1 Ansh Sood (92,81 zu 86,38)
  • Viertelfinale: Tyler Thorpe 5:2 Archie Self (96,14 zu 90,83)
  • Viertelfinale: Henry Coates 5:3 Keanu van Velzen (85,07 zu 81,30)
  • Halbfinale: Owen Bates 5:2 Jamai van den Herik (96,76 zu 83,60)
  • Halbfinale: Henry Coates 5:3 Tyler Thorpe (92,58 zu 74,37)
  • Finale: Henry Coates 5:1 Owen Bates (97,41 zu 89,55)

Bemerkenswert ist das Viertelfinale zwischen van den Herik und Baysal: Der Niederländer gewann mit dem niedrigeren Average. Das ist auf der Development Tour kein Zufallsbefund, sondern Ausdruck des Formats – über fünf Gewinnlegs entscheidet die Doppelquote häufiger als die Scoring-Leistung.

Development Tour 24: Tour Cards und WM-Plätze

Das Abschlussturnier der Saison ist zugleich das wichtigste. Die beiden Bestplatzierten der Development Tour Order of Merit erhalten eine Tour Card, die ersten drei qualifizieren sich für die PDC-Weltmeisterschaft im Ally Pally, der Gesamtsieger bekommt zusätzlich eine Einladung zum Grand Slam of Darts. Der Nachwuchsweg ist damit neben der Challenge Tour, über die zuletzt Daniel Klose sein WM-Ticket löste, einer der wenigen direkten Zugänge zum Ally Pally.

An der Spitze ist nichts mehr zu bewegen: Sebastian Bialecki führt die Rangliste mit 21.900 Pfund an und ist bei einem Höchstgewinn von 3.000 Pfund pro Turnier nicht mehr einzuholen. Dahinter liegen Jack Drayton (12.100), van den Herik (12.000) und Cam Crabtree (12.000) praktisch gleichauf – der dritte Platz und damit das letzte WM-Ticket wird am Abend entschieden. Rechnerisch sind 15 Spieler noch im Rennen um einen Platz in den Top drei.

  • 1. Sebastian Bialecki – 21.900 Pfund
  • 2. Jack Drayton – 12.100 Pfund
  • 3. Jamai van den Herik – 12.000 Pfund
  • 4. Cam Crabtree – 12.000 Pfund
  • 5. Leon Weber – 11.350 Pfund
  • 6. Owen Bates – 11.200 Pfund
  • 7. Dominik Grüllich – 10.550 Pfund
  • 8. Jurjen van der Velde – 10.350 Pfund
  • 9. James Beeton – 10.300 Pfund
  • 10. Archie Self – 10.200 Pfund

Bates hat seine Ausgangslage mit dem Finaleinzug im vorangegangenen Turnier deutlich verbessert und liegt nun 800 Pfund hinter dem dritten Rang. Van den Herik wiederum hat mit dem eigenen Halbfinale vorgelegt und den Abstand nach hinten vergrößert.

Darts in Deutschland

Die beiden besten deutschen Nachwuchsspieler gehen als Fünfter und Siebter in den Schlusstag. Leon Weber fehlen 650 Pfund auf den dritten Rang und damit auf den WM-Platz, Dominik Grüllich 1.450 Pfund.

Grüllich hat im Abschlussturnier das Viertelfinale erreicht und hält damit die Chance auf einen Sprung nach vorn. Rechnerisch reicht ihm das allerdings nur, wenn die direkte Konkurrenz vorher ausscheidet: Ein Halbfinale bringt 1.000 Pfund, der Turniersieg 3.000. Für Weber gilt dasselbe Prinzip – ohne tiefen Lauf bleibt der Platz in den Top drei außer Reichweite.

Dass gleich zwei Deutsche am letzten Spieltag der Saison um Tour Card und WM-Startplatz mitspielen, ist für den deutschen Nachwuchs die beste Ausgangslage seit Jahren. Der Weg über die Development Tour ist neben der Challenge Tour und den Qualifikationsturnieren einer der wenigen direkten Zugänge zum Ally Pally – entsprechend groß ist das deutsche Starterfeld in Wigan, wo bereits bei Event 22 sechzehn Deutsche in der Runde der letzten 512 standen und es bei Event 21 früh zu deutschen Duellen kam.

ADC Winmau Championship: Hall verteidigt den Titel

In der MODUS Live Lounge in Portsmouth hat Graham Hall die Grand Finals der ADC Winmau Championship gewonnen. Der Engländer setzte sich im Halbfinale mit 6:4 gegen Ryan Hogarth durch und gewann das Finale mit 6:3 gegen Jack Main, der zuvor Steve Lennon im Entscheidungsleg mit 6:5 bezwungen hatte. Hall erhält 3.000 Pfund und bleibt Titelträger.

Hall spielte das Turnier mit einem Bandscheibenvorfall und war über weite Strecken sichtbar beeinträchtigt. Das Teilnehmerfeld der Grand Finals bestand aus den jeweils acht Bestplatzierten der Championship Tour Nord und Süd.

Das steht morgen an

Am Montag richtet sich der Blick erneut nach Wigan: Im Robin Park Tennis Centre wird die Winmau World Youth Championship ausgespielt. 128 Spieler starten in 32 Vierergruppen, die Gruppenspiele gehen über Best of nine Legs, die jeweils zwei Besten ziehen in die Runde der letzten 64 ein, die im Modus Best of eleven gespielt wird. Alle Partien bis einschließlich Halbfinale werden an diesem Tag absolviert.

Prominentester Teilnehmer ist Luke Littler. Der zweimalige Titelträger Gian van Veen und Beau Greaves verzichten auf einen Start.

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