Van Gerwen raus aus den Top Ten – Schindler zurück in den Top 20

Darts News vom 26. Oktober 2026: Van Gerwen nur noch 13. der Order of Merit, Ross Smith nun auf Platz sechs, Schindler zurück in den Top 20, Rydz über OP-Pläne.
So weit hinten stand Michael van Gerwen seit 2012 nicht mehr: Der Niederländer ist in der am Montag aktualisierten PDC Order of Merit auf Rang 13 zurückgefallen und gehört damit nicht mehr zu den Top Ten. In die andere Richtung geht es für Ross Smith, der als neue Nummer sechs seine beste Platzierung erreicht. Für die deutschen Fans gibt es ebenfalls gute Nachrichten: Martin Schindler ist zurück in den Top 20, Niko Springer die neue deutsche Nummer zwei.
Order of Merit: Smith Sechster, van Gerwen 13.
Ross Smith macht acht Plätze gut. Das Preisgeld von 150.000 Pfund aus seinem Titelgewinn bei der European Championship bringt den Engländer auf insgesamt 714.750 Pfund und damit auf Rang sechs. So hoch stand Smith in der Weltrangliste noch nie.
Ganz vorne bleibt Luke Littler die klare Nummer eins. Hinter ihm tauschen Gian van Veen und Luke Humphries die Plätze: Van Veen steht wieder auf Rang zwei, Humphries ist nun Dritter. Auch Stephen Bunting und Nathan Aspinall verbessern sich innerhalb der Top Ten.
- 1. Luke Littler – 3.141.000 £
- 2. Gian van Veen – 1.058.250 £ (+1)
- 3. Luke Humphries – 1.037.500 £ (−1)
- 4. Gerwyn Price – 829.500 £
- 5. Jonny Clayton – 726.000 £
- 6. Ross Smith – 714.750 £ (+8)
- 7. James Wade – 673.750 £ (−1)
- 8. Josh Rock – 619.000 £
- 9. Stephen Bunting – 603.750 £ (+4)
- 10. Nathan Aspinall – 597.000 £ (+1)
Van Gerwen verliert drei Positionen und wird mit 580.000 Pfund als 13. geführt. Gary Anderson rutscht um fünf Plätze auf Rang 14 ab. Besonders hart trifft die Aktualisierung auch Ritchie Edhouse: Er verliert 22 Positionen und steht nur noch auf Platz 55.
Entscheidend für die Einordnung ist das Prinzip der Weltrangliste: Die PDC Order of Merit erfasst das Preisgeld eines rollierenden Zwei-Jahres-Zeitraums. Neue Einnahmen kommen hinzu, ältere fallen aus der Wertung. Eine Ranglistenbewegung lässt sich deshalb nicht allein am jüngsten Turnierergebnis festmachen.
Die Premier-League-Frage
Mit seinem Titel und dem Sprung auf Platz sechs liefert Smith starke sportliche Argumente für eine mögliche Premier-League-Einladung 2027. Eine Nominierung steht damit nicht automatisch fest. Auch van Gerwens Rückfall auf Rang 13 erlaubt noch keine sichere Aussage über seine Teilnahme. Über die Besetzung des Feldes entscheidet die PDC.
Darts in Deutschland
Martin Schindler ist wieder Weltranglisten-20. Mit den 80.000 Pfund aus seinem Dortmunder Finaleinzug verbessert sich „The Wall“ um drei Plätze. Hinter ihm gibt es einen Wechsel: Niko Springer ist die neue deutsche Nummer zwei. Er klettert auf Rang 34 und liegt damit vor Ricardo Pietreczko, der auf Platz 37 zurückfällt.
- 20. Martin Schindler – 463.750 £ (+3)
- 34. Niko Springer – 247.250 £ (+2)
- 37. Ricardo Pietreczko – 218.500 £ (−2)
- 53. Gabriel Clemens – 160.000 £ (−4)
- 66. Max Hopp – 115.000 £
- 97. Kai Gotthardt
Außerdem stehen die Meldungen für die Players Championships 31 und 32 in Den Bosch im Blickpunkt. Mit Kai Gotthardt, Yorick Hofkens und Pascal Rupprecht fehlen drei deutsche Profis. Insgesamt rücken 17 Spieler ins Feld nach. Alle Einzelheiten zu den Absagen und Nachrückern in Den Bosch findest du in unserem gesonderten Beitrag.
Callan Rydz: Operation hängt von der WM ab
Callan Rydz spielt mit Schmerzen – wann er sich operieren lässt, ist noch offen. In einem am Montag veröffentlichten Bericht über sein Interview mit Online Darts schildert der Engländer ein Handgelenksproblem durch einen alten, nicht richtig verheilten Bruch. Nach einem Eingriff müsste er dem Bericht zufolge mit rund sechs Wochen Pause rechnen.
Den Zeitpunkt will Rydz von seinem Abschneiden bei der Weltmeisterschaft abhängig machen. Bei einem frühen Aus würde er die Operation angehen und nach eigener Einschätzung wohl das Masters sowie die ersten beiden Pro-Tour-Turniere verpassen. Bei einer erfolgreichen WM wäre er dagegen bereit, zunächst weiter mit Beschwerden zu spielen: „Ich spiele lieber eine gute WM und habe Schmerzen.“
Rydz sprach außerdem über Beschimpfungen und Drohungen durch Wettkunden, die auch seine Familie treffen. Sportlich will er wieder beim World Matchplay und World Grand Prix dabei sein und häufiger die Qualifikation für European-Tour-Turniere schaffen.
MODUS Super Series: Self führt zum Auftakt der Champions Week
Archie Self hat sich zum Start der Champions Week an die Spitze der Gruppe A gesetzt. Der Engländer gewann vier seiner fünf Partien und spielte mit 97,96 Punkten den höchsten Tagesschnitt des Feldes. Damit führt er nach dem Auftakt der Entscheidungswoche der Super Series 15 die Tabelle an.
Die einzige Niederlage kassierte Self gegen Andy Baetens, der das direkte Duell mit 4:3 gewann. Der Belgier liegt mit sechs Punkten auf Platz zwei vor dem punktgleichen Derek Coulson. Bei gleicher Punktzahl gibt hier die bessere Legdifferenz den Ausschlag.
- 1. Archie Self – 8 Punkte (4 Siege)
- 2. Andy Baetens – 6 Punkte (3 Siege)
- 3. Derek Coulson – 6 Punkte (3 Siege)
- 4. Darren Beveridge – 4 Punkte (2 Siege)
- 5. Danny Ayres – 4 Punkte (2 Siege)
- 6. David Davies – 2 Punkte (1 Sieg)
Das steht morgen an
Am Dienstag geht die Champions Week der MODUS Super Series mit dem nächsten Spieltag der Gruppe A weiter. Self geht als Tabellenführer in die Fortsetzung, Baetens und Coulson sind seine engsten Verfolger.