Price gegen Aspinall in Leicester, Wales holt den Europe-Cup-Titel & Tata gewinnt in Adelaide

Darts News vom 3. Oktober 2026: World-Grand-Prix-Halbfinals in Leicester, Europe-Cup-Titel in Tórshavn, Tata siegt in Adelaide, Dewaele gewinnt Development Tour 21.
Der World Grand Prix erreicht an diesem Samstagabend in Leicester die Vorschlussrunde: Nathan Aspinall trifft auf Gerwyn Price, James Wade auf Luke Humphries. Parallel dazu wurden beim WDF Europe Cup auf den Färöern die ersten Titel des Finaltages vergeben, und in Adelaide entschied Jonny Tata den zweiten Abend der ANZ Premier League für sich.
World Grand Prix: Zwei Halbfinals in der Mattioli Arena
In Leicester beginnt das Halbfinale um 21.00 Uhr deutscher Zeit. Den Auftakt macht Nathan Aspinall gegen Gerwyn Price, im Anschluss stehen sich James Wade und Luke Humphries gegenüber. Gespielt wird wie im gesamten Turnier im Double-In-Double-Out-Modus, die Halbfinals gehen über fünf Gewinnsätze. Wie sich die vier Spieler ins Halbfinale gearbeitet haben, steht im Überblick zum Viertelfinale.
Für die vier verbliebenen Spieler geht es um erhebliche Summen:
- Sieger: 150.000 Pfund
- Finalist: 80.000 Pfund
- Halbfinalisten: je 50.000 Pfund
Der Gesamtetat des Turniers liegt bei 750.000 Pfund.
Vor dem Duell mit Wade sprach Humphries ausführlich über seinen Gegner. Er beschrieb den Linkshänder als Spieler, der gerade dann besonders unangenehm sei, wenn er gut gelaunt ins Match gehe, und sagte, er würde Wade gern in der Premier League 2027 sehen. Wade selbst richtete den Blick zurück und nannte Gary Anderson in Bestform den besten Spieler, gegen den er je angetreten sei.
Europe Cup in Tórshavn: Wales und England holen die Doppel-Titel
Auf den Färöern wurde der WDF Europe Cup am Finaltag entschieden. Im Open Pairs setzten sich Llew Bevan und David Davies für Wales mit 6:4 gegen die Finnen Teemu Harju und Jonas Masalin durch. Die Waliser warfen 87,85 im Average gegenüber 80,62, nach 26 Minuten beendete Bevan die Partie mit Doppel 16. Es war der dritte walisische Titel im Open Pairs. Bronze ging an Jenson Walker und Lloyd Pennell aus England sowie an Liam Meek und Mark Challenger aus Wales.
Bei den Frauen gewannen Steph Clarke und Laura Turner das Pairs-Finale für England mit 6:1 gegen die Schwedinnen Anna Forsmark und Snezana Vejlkovic. Die Partie dauerte 25 Minuten, England kam auf 69,86 im Average.
In den Teamwettbewerben kam es zu einer doppelten Neuauflage derselben Paarung:
- Open Teams, Halbfinale: England – Tschechien 9:7 (nach 2:5-Rückstand), Irland – Niederlande 9:6
- Women's Teams, Halbfinale: England – Wales 9:6, Irland – Finnland 9:6
Beide Endspiele lauten damit England gegen Irland.
Im Einzel der Männer steht mit Mitchell Lawrie ein 15 Jahre alter Schotte im Finale. Lawrie gewann sein Halbfinale gegen Anton Östlund 6:0 bei einem Average von 101,33, nachdem er im Viertelfinale gegen Gerard McGlynn noch ein Entscheidungsleg gebraucht hatte. Sein Gegner ist der Kroate Zvonimir Lešić, der Denis Duh mit 6:1 bezwang und dabei 91,97 warf. Das Einzel-Finale der Frauen bestreiten Deta Hedman und Eve Watson; für die Engländerin geht es um das 16. Europe-Cup-Gold ihrer Laufbahn.
Stimmen des Tages: Van Gerwen und Taylor
Michael van Gerwen hat sich erstmals ausführlich zu seinem Erstrundenaus beim World Grand Prix geäußert. In einem Livestream sagte der Niederländer, er ärgere sich über die Niederlage mindestens so sehr wie die Zuschauer, er hätte dieses Match nicht verlieren dürfen. Van Gerwen benannte seine Schwäche auf den Doppeln als zentrales Problem, betonte, hart zu trainieren, und verwies darauf, dass ein einziger Turniersieg seine Lage verändern würde. Aktuell steht er auf Rang neun der Weltrangliste. Luke Littler traut er fünf WM-Titel zu, fügte aber an, er sei da, um ihn daran zu hindern.
Phil Taylor sprach bei talkSPORT über seine eigene Form und über den Umgang mit feindseligem Publikum. Der 16-malige Weltmeister sagte, er versuche sein Bestes, im Moment sei es aber nicht da. Littler riet er, sich an die Zurufe zu gewöhnen: Ihm selbst seien Dinge entgegengerufen worden, die er im Wörterbuch habe nachschlagen müssen. Als wesentlichen Treiber der Anfeindungen nannte Taylor das Wettgeschäft.
Development Tour: Dewaele gewinnt Event 21
Nunjo Dewaele hat das erste von vier Development-Tour-Turnieren des Wochenendes gewonnen. Im Finale setzte er sich mit 5:4 gegen Cole Davey durch, obwohl der Unterlegene mit 86,38 den höheren Average warf; Dewaele kam auf 83,31. In den Halbfinals hatte Dewaele 5:2 gegen Connor Mitchell gewonnen, Davey 5:4 gegen Jamai van den Herik. Die Auslosung mit 392 Startern hatte zwei Deutsche schon in der Runde der letzten 512 gegeneinander geführt. Am Nachmittag folgte Event 22, für das 398 Spieler gemeldet waren.
Darts in Deutschland
Für die deutschen Nachwuchsspieler bleibt die Ausgangslage vor dem Schlusswochenende der Development Tour günstig. Leon Weber hält nach Event 21 mit 11.350 Pfund Rang vier der Order of Merit, Dominik Grüllich steht mit 9.550 Pfund auf Platz acht. An der Spitze liegt Sebastian Bialecki mit 21.900 Pfund vor Jack Drayton (12.100) und Cam Crabtree (11.900). Die ersten drei der Rangliste lösen ein Ticket für die PDC-WM, sofern sie sich nicht bereits anderweitig qualifiziert haben. Weber fehlen damit rund 550 Pfund auf Rang drei, bei drei verbleibenden Turnieren. Bei Event 21 erreichte kein deutscher Starter das Viertelfinale.
ANZ Premier League: Tata gewinnt den zweiten Abend
Im Adelaide Entertainment Centre hat sich der Neuseeländer Jonny Tata den Tagessieg der ANZ Premier League gesichert. Im Finale schlug er Tim Pusey mit 5:2 und warf dabei 91,45 im Average. Zuvor hatte Tata sowohl gegen Brody Klinge als auch gegen Raymond Smith ein Entscheidungsleg gebraucht. Im Endspiel gingen die ersten fünf Legs gegen den Darts, ehe Tata im sechsten Leg erstmals seinen Anwurf behauptete und anschließend erneut breakte. Für den Tagessieg gab es 1.000 australische Dollar und fünf Punkte. Es war Tatas dritter Abenderfolg in dieser Liga, auf südaustralischem Boden ist er weiter ungeschlagen.
MODUS Super Series
In Portsmouth wurde am Nachmittag die Gruppenphase der neunten Woche abgeschlossen. Aden Kirk gewann beide Partien und sicherte sich den Gruppensieg.
- Michael Wiles – Jamie Atkins 2:4
- Robert Szaganski – Graham Hayter 3:4
- Aden Kirk – Michael Wiles 4:3
- Robert Szaganski – Jamie Atkins 4:3
- Graham Hayter – Aden Kirk 2:4
- Michael Wiles – Robert Szaganski 2:4
- Jamie Atkins – Graham Hayter 4:2
Szaganski kam nach der Auftaktniederlage gegen Hayter mit zwei Siegen zurück, Wiles blieb ohne Erfolg. Am Abend geht es im Tagesfinale um einen Startplatz bei der Champions Week.
Das steht morgen an
Der World Grand Prix endet am Sonntag mit dem Finale in Leicester, das über sechs Gewinnsätze geht. Auf der Development Tour stehen mit den Events 23 und 24 die letzten beiden Turniere der Saison an – dort fallen die Entscheidungen um die WM-Plätze der Jugendrangliste.