Zwölf WM-Tickets offen: Van Barneveld auf Rang 40 – morgen startet PC 33 in Leicester

Darts News vom 3. November 2026: Zwölf WM-Plätze offen, van Barneveld nur auf Rang 40. Phil Taylor wird Akademie-Botschafter. Morgen startet PC 33 in Leicester.
Zwölf der 128 Startplätze für die PDC-Weltmeisterschaft 2027 sind noch offen. Im Zwischenstand der beiden maßgeblichen Ranglisten steht Raymond van Barneveld auf Rang 40 der Pro Tour Order of Merit – dem letzten Platz, der ein WM-Ticket bringt. Schon morgen kann sich das verschieben, wenn in Leicester die Players Championship 33 (PC 33) der PDC beginnt.
WM-Qualifikation: zwölf Plätze sind noch offen
80 der Startplätze für das Turnier im Alexandra Palace gehen an die Top 40 der Weltrangliste und an die Top 40 der Pro Tour Order of Merit, soweit diese nicht ohnehin schon über die Weltrangliste qualifiziert sind. Beide Listen werden erst Ende November geschlossen, bis dahin ist jede Position eine Momentaufnahme. Die restlichen Tickets werden in den verbleibenden Qualifikationsturnieren vergeben; der Tour Card Holder Qualifier am Monatsende ist die letzte Station und vergibt allein vier Plätze.
Van Barneveld auf dem letzten Qualifikationsrang
Für van Barneveld läuft die Rechnung damit auf die beiden letzten Players Championships des Jahres hinaus, die morgen und am Donnerstag in Leicester gespielt werden. Seine Ausgangslage ist eng: Zwischen Rang 35 und Rang 50 der Pro Tour Order of Merit liegen lediglich 5.000 Pfund, und wertbares Preisgeld gibt es erst nach einem gewonnenen Auftaktspiel. Ein frühes Aus kostet den 59-Jährigen also nicht nur eigene Punkte, es kann ihn auch durch einen einzigen Sieg eines Konkurrenten aus den Top 40 drängen.
Vincent van der Voort ordnete die Lage im Podcast „Darts Draait Door“ ein. Dass van Barneveld gemessen an seinem Jahr überhaupt noch auf einem Qualifikationsplatz stehe, sei beachtlich, sagte der frühere Profi. Sollte das WM-Ticket doch noch wegbrechen, „glaube ich wirklich, dass ihn das hart treffen würde“. Das ist die Einschätzung van der Voorts, keine Aussage des Spielers selbst.
Unter Druck steht auch Dimitri Van den Bergh: Dem Belgier bleibt nach aktuellem Stand praktisch nur noch der Weg über den Tour Card Holder Qualifier.
Players Championship Finals: Price mit knappem Polster
An denselben beiden Tagen entscheidet sich auch das Feld für die Players Championship Finals in Minehead. Dort sind die besten 64 der Players Championship Order of Merit dabei – einer Rangliste, die ausschließlich die Preisgelder dieser Floor-Serie zählt und nicht mit der Weltrangliste zu verwechseln ist.
Auf dem entscheidenden Rang 64 steht derzeit Wesley Plaisier mit 31.750 Pfund. Wie eng es davor zugeht, zeigt die Position von Gerwyn Price: Der frühere Weltmeister liegt mit 34.000 Pfund auf Rang 58 und hat damit 2.250 Pfund Polster. Mike De Decker folgt als 61. mit 33.250 Pfund. Gary Anderson fehlen 2.000 Pfund auf den Schnitt, van Barneveld ist als 81. mit 25.750 Pfund 6.000 Pfund entfernt. Gesichert ist nichts davon: Diese Plätze können sich an beiden Spieltagen noch verschieben.
Die Meldeliste für die beiden Turniere bestätigt zudem, dass Luke Littler in Leicester nicht antritt. Der Weltmeister hat in dieser Saison nur zwei Floor-Events gespielt und verpasst Minehead damit; die Hintergründe zu seiner Absage haben wir bereits aufgeschrieben.
Darts in Deutschland
Für die beiden Players Championships in Leicester stehen sechs Deutsche auf der Meldeliste: Gabriel Clemens, Ricardo Pietreczko, Martin Schindler, Niko Springer, Max Hopp und Dominik Gruellich.
Im aktuellen Zwischenstand der WM-Qualifikation stehen sieben deutsche Spieler auf einem Platz, der zum Ally Pally führt: Schindler, Springer und Pietreczko über die Weltrangliste, Clemens und Hopp über die Pro Tour Order of Merit, dazu Lukas Wenig auf einem vorläufigen Pro-Tour-Rang. Daniel Klose hat sein Ticket als Vierter der Challenge Tour bereits sicher. Für die übrigen gilt: Endgültig sind die Listen erst, wenn beide Ranglisten Ende November geschlossen werden.
Phil Taylor wird Botschafter einer Darts-Akademie
Phil Taylor kehrt in einer neuen Rolle in den Sport zurück. Der 66-Jährige, der 2018 nach 16 WM-Titeln aufhörte, wird Botschafter einer Darts-Akademie im nordwalisischen Mold. Betrieben wird sie gemeinsam mit dem Unternehmen Ace of Sports des früheren Fußballers John Jones, die Eröffnung ist noch vor Weihnachten geplant.
Taylor begründete sein Engagement mit dem Vertrauen in Jones: „Ich bin dabei, weil ich weiß, dass er die Dinge richtig machen wird.“ Den Wandel des Sports machte er am Alter der Anfänger fest: Früher hätten Spieler mit Anfang 20 begonnen, heute stünden Kinder mit vier bis acht Jahren an der Scheibe. Er kündigte an, regelmäßig vor Ort zu sein, und stellte weitere Standorte in Aussicht.
Nicholson verteidigt Sherrocks Netflix-Auftritt
Die Auswahl der Herausforderer für die Netflix-Show „Beat Luke Littler“ beschäftigt die Szene weiter. Mark Webster hält es für falsch, dass Fallon Sherrock als Profispielerin antreten durfte. Paul Nicholson widersprach deutlich: Sherrock habe das Geld verdient, und das Bild von ihren Karriereeinnahmen sei schief. „Wie viel hat sie im Darts gewonnen? Glauben die Leute, das seien Millionen?“, sagte der frühere Profi und verwies darauf, dass sie weiterhin Amateurturniere spiele: „Sie ist keine Millionärin.“ Wie Sherrock das Duell gegen Littler entschied und welche Summe daran hing, steht in unserem Bericht zur Show.
ADC Global Championship: die Ergebnisse aus Portsmouth
In Portsmouth lief die Erstrunde der ADC Global Championship weiter, gespielt wird im Modus Best of 9. Acht Partien des Tages im Überblick – die ausführliche Einordnung steht in unserem Turnierbericht:
- D. Straver – K. Holden 5:3
- A. Mould – Z. Schenk 5:3
- C. Francis – E. Versluis 5:2
- R. van der Helm – R. Martin 0:5
- B. O’Connor – C. Waegemans 5:4
- B. Flew – N. Plovier 5:0
- J. Hannema – S. Dutton 0:5
- C. Goffin – M. Moors 5:2
Drei dieser Partien endeten ohne Legverlust: Martin gegen van der Helm, Dutton gegen Hannema und Flew gegen Plovier. Am engsten war es bei O’Connors 5:4 gegen Waegemans, das erst im Entscheidungsleg fiel.
Das steht morgen an
Im Mittelpunkt steht die Players Championship 33 in der Mattioli Arena in Leicester. 128 Spieler starten ab 14:00 Uhr deutscher Zeit in das Floor-Turnier der PDC, das ohne Zuschauer vor Ort gespielt und hierzulande ausschließlich auf PDCTV gezeigt wird; am Donnerstag folgt an gleicher Stelle die Players Championship 34. In Portsmouth wird die Erstrunde der ADC Global Championship fortgesetzt.