Ross Smith fix als Europas Nummer eins, Schindler verliert gegen Bissell & Pusey gewinnt in Melbourne

Darts News vom 10. Oktober 2026: Ross Smith ist Europas Nummer eins, Martin Schindler verliert in Basel gegen Bissell, Tim Pusey gewinnt in Melbourne.
Ross Smith ist als Nummer eins der European Tour Order of Merit nicht mehr einzuholen und geht damit als Topgesetzter in die European Championship in Dortmund. Martin Schindler verlor in Basel 4:6 gegen Tom Bissell und muss um seinen Platz im Teilnehmerfeld bangen. In Melbourne entschied Tim Pusey den dritten Spieltag der ANZ Premier League für sich.
Ross Smith nicht mehr einzuholen
Die European Tour Order of Merit ist eine reine Preisgeld-Rangliste über die fünfzehn Europa-Turniere einer Saison. Sie entscheidet darüber, wer bei der European Championship in Dortmund startet, und sie bestimmt dort die Setzliste. Ross Smith hat die Spitze nun endgültig abgesichert: Mit seinem 6:4 gegen William O'Connor sammelte der Engländer in Basel genug Preisgeld, um rechnerisch nicht mehr von Platz eins verdrängt werden zu können. Er wird damit als Topgesetzter in das Turnier gehen.
Die Partie selbst war dabei keine klare Angelegenheit. O'Connor kam auf einen Average von mehr als 104 Punkten und verlor trotzdem, weil Smith in den entscheidenden Legs die Doppel traf. Für alle anderen Plätze im Feld bleibt nach diesem Turnier nur noch eine Station auf der European Tour, um Preisgeld für diese Rangliste zu sammeln.
Darts in Deutschland: Schindler unter Zugzwang
Martin Schindler verlor seine Partie in Basel 4:6 gegen Tom Bissell. Der Engländer nahm Schindler beim Stand von 2:1 den Anwurf ab und gab die Führung bis zum Ende nicht mehr her. Schindler hielt sich mit einem 108er-Finish im Spiel, doch Bissell beendete die Begegnung mit einem Elf-Darter und einem 81er-Checkout.
Die Zahlen erklären den Ausgang. Schindler kam auf einen Average von 91,22 und traf nur vier seiner 15 Doppelversuche, eine Quote von 26,67 Prozent. Bissell lag bei 95,77 im Average und bei 42,86 Prozent auf die Doppel. Für den Engländer ist es der beste Auftritt seiner Laufbahn auf der European Tour, er steht erstmals in der Runde der letzten 16 eines Europa-Turniers.
Für Schindler ist die Niederlage ein Rückschlag im Rennen um die European Championship. Er steht in der Europa-Rangliste auf Platz 31 und damit nur knapp innerhalb der Qualifikationsgrenze von 32 Startern. Weil mehrere direkte Konkurrenten in Basel noch im Turnier sind und weiter Preisgeld sammeln, kann er diesen Platz noch verlieren. Bleibt es dabei, hätte er beim letzten verbleibenden Europa-Turnier eine Gelegenheit, den Start im eigenen Land doch noch zu sichern.
Letzter verbliebener Deutscher in Basel ist Niko Springer, der im Abendprogramm auf den Niederländer Gian van Veen trifft, den amtierenden Europameister. Die Ergebnisse der ersten Runde haben wir im Morgenbericht zusammengefasst.
ANZ Premier League: Pusey gewinnt Night Three in Melbourne
In der Margaret Court Arena in Melbourne entschied Tim Pusey den dritten von fünf Spieltagen der ANZ Premier League für sich. Im Viertelfinale setzte er sich 5:4 gegen den Neuseeländer Ben Robb durch, im Halbfinale 5:3 gegen Tabellenführer Raymond Smith. Das Endspiel gegen Mal Cuming gewann er 5:4 und verwandelte den entscheidenden Wurf auf die Doppel-10. Dafür gab es 1.000 australische Dollar und fünf Punkte für die Jahreswertung.
Cuming stand in seinem dritten Auftritt in der Serie erstmals in einem Finale. Auf dem Weg dorthin schlug er zunächst Jonny Tata 5:2 und anschließend Titelverteidiger Simon Whitlock 5:0, ohne ein Leg abzugeben.
- Viertelfinale: Whitlock 5:3 Klinge
- Viertelfinale: Cuming 5:2 Tata
- Viertelfinale: Pusey 5:4 Robb
- Viertelfinale: R. Smith 5:4 Comito
- Halbfinale: Pusey 5:3 R. Smith
- Halbfinale: Cuming 5:0 Whitlock
- Finale: Pusey 5:4 Cuming
In der Tabelle führt Raymond Smith mit neun Punkten vor Pusey mit acht und Cuming mit sieben. Jonny Tata folgt mit fünf Zählern, Joe Comito und Brody Klinge sind nach drei Spieltagen noch ohne Punkt. Die besten vier erreichen die abschließende Finals Night in Brisbane, bei der es neben dem Titel um einen Startplatz bei der Weltmeisterschaft und die Qualifikation für den Grand Slam of Darts geht.
WDF Asia-Pacific Cup: Einzeltitel gehen nach Japan
In Ulaanbaatar wurden beim WDF Asia-Pacific Cup die Einzeltitel vergeben. Bei den Männern setzte sich der Japaner Hiroki Kaneko im Finale gegen den Australier Michael Cassar durch, gespielt wurde im Modus Best of 11 Legs. Das Einzel der Frauen gewann die Japanerin Mayumi Ouchi. Der Asia-Pacific Cup ist das wichtigste Turnier des WDF-Kalenders in der Region und wurde in der mongolischen Hauptstadt ausgetragen.
Basel und die Super Series kompakt
In der Nachmittagssession der European Tour 14 in der St. Jakobshalle schieden mehrere gesetzte Spieler aus. Michael Smith gewann 6:4 gegen Jermaine Wattimena bei einem Average von 102,65 und hohen Finishes über 116, 124 und 144 Punkte. Bradley Brooks nutzte die Doppelschwäche von Chris Dobey und steht erstmals in der Runde der letzten 16 eines Europa-Turniers. Krzysztof Ratajski führte gegen den Schweizer Stefan Bellmont, der sich über den Host Nation Qualifier ins Feld gespielt hatte, bereits 5:0 und beendete die Partie mit einem 112er-Checkout.
- Ratajski 6:2 Bellmont
- Sedláček 6:4 Nijman
- Cross 6:4 Woodhouse
- Bissell 6:4 Schindler
- Reyes 6:4 Searle
- R. Smith 6:4 O'Connor
- Brooks 6:4 Dobey
- M. Smith 6:4 Wattimena
Die Abendsession mit Josh Rock gegen Dave Chisnall sowie den Auftritten von Michael van Gerwen, Luke Humphries und Titelverteidiger Stephen Bunting läuft noch. Dass in Basel einige Namen fehlen, hat Gründe: vier Spieler hatten ihre Teilnahme abgesagt.
Bei der MODUS Super Series standen sieben Partien auf dem Programm. Lee Cocks blieb als Einziger ohne Niederlage: Er gewann 4:2 gegen Danny Lauby Jr., 4:2 gegen Danny Trueman und 4:2 gegen Niek Tuik. Tuik gewann seine übrigen Partien, 4:3 gegen Trueman und 4:1 gegen William Borland. Borland setzte sich 4:2 gegen Lauby durch, Trueman gewann 4:1 gegen Lauby, der ohne Sieg blieb.
Das steht morgen an
In Basel geht es am Sonntag um 12:00 Uhr mit der Runde der letzten 16 weiter. Ab 18:00 Uhr folgen Viertelfinals, Halbfinals und das Endspiel der European Tour 14 in einer Session. Mit dem Ausgang des Finaltages entscheidet sich auch ein großer Teil der noch offenen Plätze in der Europa-Rangliste.