„Schreckliche Mentalität. Und schrecklicher Spieler“ – Michael Smith explodiert nach Niederlage gegen Mickey M

„Schreckliche Mentalität. Und schrecklicher Spieler“ – Michael Smith explodiert nach Niederlage gegen Mickey M

Michael Smith rastet nach Pleite gegen Mickey Mansell aus, kritisiert langsames Spiel, zeigt Knöchelprobleme – und zieht sich vom Göttingen-Qualifier zurück.

Für Michael Smith kam nach seiner Niederlage im European-Tour-Qualifier gegen Mickey Mansell einiges zusammen. Der Engländer zeigte sich heute aus mehreren Gründen sichtlich verärgert – so sehr, dass er sich anschließend sogar vom Qualifier für Göttingen am selben Tag zurückzog.

Smith wollte sich eigentlich für das Poland Darts Open qualifizieren, das am kommenden Wochenende vom 20.02. bis 22.02. stattfindet. Doch nach zwei vorangegangenen Tagen der Players-Championship-Serie scheiterte er in Hildesheim im finalen Duell um die Qualifikation.

Mit 3:6 unterlag Smith dem Nordiren – und machte danach keinen Hehl aus seiner Verärgerung über das langsame Spiel des „Clonoe Cyclone“. Besonders störte ihn, dass zwischen seinen Aufnahmen teils rund 15 Sekunden vergingen, bevor Mansell das Oche verließ.

Auf Facebook fand der ehemalige Weltmeister deutliche Worte: „Stell dir vor, du machst so etwas, um ein Spiel zu gewinnen. Tinkerbell wird nicht vorbeikommen und deine Darts bewegen. Kein Grund, 15 Sekunden auf das Board zu starren. Schreckliche Mentalität. Und schrecklicher Spieler“, schrieb Smith öffentlich.

Zu den bekannten Qualifikanten zählten am Mittwochnachmittag unter anderem Cristo Reyes, der sein European-Tour-Comeback feiert, außerdem Connor Scutt, Ritchie Edhouse und der frischgebackene deutsche Tour-Card-Holder Marvin Kraft. Gleichzeitig steht fest, dass Peter Wright den European-Tour-Auftakt verpassen wird.

Smith nutzte die Gelegenheit zudem, um die Schwellung an seinem Knöchel zu zeigen. Mit Fotos seiner Füße – für die er sich auf Facebook entschuldigte – dokumentierte er den derzeitigen Stand seiner gesundheitlichen Probleme, insbesondere im Zusammenhang mit Auslandsflügen an Orte wie Hildesheim. Diese Tatsache führte er auch als weiteren Grund an, warum ihn das langsame, methodische Spiel von Gegnern wie Mansell so sehr auf die Palme bringt.

„Ich will nur zeigen, was jetzt passiert, wenn ich reise, und was der Druck im Flugzeug mit mir macht. Ich will kein Mitleid oder so, es ist einfach nervig, weil ich mir das antue, um den Sport zu spielen, den ich liebe, und es macht mich wahnsinnig, dass ich mit solchen Taktiken klarkommen muss“, erklärte Smith weiter.

Anschließend wurde der Engländer noch persönlicher: „Es sollte mich nicht stören, aber es tut es, weil ich mich frage, warum ich mir den Schmerz und das Leid antue, um alle anderen meiner Gesundheit vorzuziehen. Das war am Sonntagabend kurz nach der Landung. Und damit muss ich nun zweifellos für den Rest meines Lebens umgehen. Und ich weiß, dass es morgen beim Fliegen wieder schlimm wird, für ein paar Tage, bevor es sich wieder legt.“