Order of Merit 2026 seit Jahresbeginn: Schindler führt deutsches Quartett an, Littler und Nijman dominieren

Order of Merit 2026 seit Jahresbeginn: Schindler führt deutsches Quartett an, Littler und Nijman dominieren

Year-to-date Order of Merit 2026: Luke Littler vor Wessel Nijman. Deutsche Topspieler: Schindler, Springer, Hopp, Clemens. Analysen, Preisgelder, Trends und Überraschungen.

Die Year-to-date Order of Merit basiert auf den Leistungen aller Spieler im Jahr 2026. Diese Rangliste enthält – im Gegensatz zur regulären PDC Order of Merit – ausschließlich das in dieser Saison erspielte Preisgeld und bezieht sich somit nicht auf die vergangenen zwei Jahre.

Wie erwartet führt Luke Littler die Rangliste an. Die 19-jährige Sensation gewann in diesem Jahr bereits die World Masters, die Premier League Darts, die UK Open und den World Cup of Darts. Obwohl Premier League und World Cup nicht für die Rangliste zählen, hat er dennoch genug Preisgeld verdient, um Platz eins zu belegen. „The Nuke“ hat in diesem Jahr bislang 260.000 Pfund erspielt.

Aus deutscher Sicht ist Martin Schindler der bestplatzierte Spieler in der Year-to-date Order of Merit 2026. Der Strausberger liegt mit 67.000 Pfund Preisgeld auf Rang 28 und ist damit der einzige Deutsche in den Top 30. Schindler bleibt damit auch in dieser Jahreswertung die klare deutsche Nummer eins, auch wenn der Abstand zur absoluten Spitze beträchtlich ist.

Direkt dahinter folgt Niko Springer, der mit 63.500 Pfund auf Platz 31 geführt wird. Der junge Deutsche bestätigt damit sein starkes Jahr und hat sich in der erweiterten Spitzengruppe festgesetzt. Nur wenige Plätze trennen ihn von Schindler, was zeigt, dass sich im deutschen Darts hinter der etablierten Nummer eins zunehmend neue Kräfte bemerkbar machen.

Auch Max Hopp und Gabriel Clemens sind in den Top 60 vertreten. Hopp liegt mit 40.750 Pfund auf Rang 50, Clemens folgt unmittelbar dahinter mit 40.000 Pfund auf Platz 51. Für beide ist es eine solide Position, allerdings auch ein Hinweis darauf, dass der Anschluss an die Top 30 im laufenden Jahr noch fehlt. Gerade Clemens wird sich in der zweiten Saisonhälfte steigern wollen, um wieder näher an die internationale Spitze heranzurücken.

Damit stehen vier deutsche Spieler unter den besten 60 der Jahreswertung: Schindler, Springer, Hopp und Clemens. Während Schindler weiterhin die deutsche Spitze anführt, sorgt vor allem Springer für frischen Druck.

Für Hopp und Clemens geht es in den kommenden Monaten darum, mit tiefen Läufen auf der Pro Tour oder European Tour wieder deutlich Boden gutzumachen.

Es gibt auch einige große und bekannte Namen, die für ihren Status und ihre Position auf der allgemeinen PDC Order of Merit in dieser Rangliste eher niedrig stehen. So liegt Jonny Clayton mit 117.500 Pfund auf Rang zwölf. „The Ferret“ hat in diesem Jahr noch keinen einzigen Titel gewonnen. Er erreichte zwar zweimal ein Pro-Tour-Finale und einmal ein European-Tour-Endspiel, doch alle gingen verloren.

Michael van Gerwen spielt bislang ebenfalls noch kein herausragendes Jahr. Der Niederländer steht mit 88.000 Pfund auf Platz 19, eine Position, die nicht zu einem Spieler mit seiner Vita passt. Der Niederländer kämpft jedoch bereits seit einiger Zeit mit seiner Form und agiert nicht mehr so konstant wie in seinen besten Jahren. Hohe Ausschläge wechseln sich mit sehr schwachen Auftritten ab, wodurch er schlicht zu unbeständig auftritt. Mit den großen Major-Turnieren vor der Tür muss „Mighty Mike“, der zum Zeitpunkt des Schreibens noch die Nummer 4 der Welt ist, zudem ernsthaft um einen Absturz in der regulären Rangliste bangen. Sollte er bei den großen TV-Turnieren unterperformen, droht Van Gerwen ernsthaft aus der Weltspitze zu rutschen.

Für jemanden geht es hingegen noch nicht ganz so rasant bergab: Gian van Veen. Der Niederländer ist seit der vergangenen WM die Nummer 3 der Welt, doch in diesem Jahr will es noch nicht richtig laufen. „The Giant“ steht mit 82.000 verdienten Pfund Sterling auf Rang 21. Auch wegen seines Premier-League-Debüts, bei dem er zudem mit Nierensteinen zu kämpfen hatte, zeigt der Niederländer in diesem Jahr zu viele schwankende Leistungen. Dadurch steht er in dieser Rangliste niedriger, als es seinem Potenzial entspricht.

Littler wird jedoch von Wessel Nijman dicht verfolgt, der mit 246.000 verdienten Pfund Sterling knapp hinter dem Weltmeister liegt. Der Niederländer glänzt in diesem Jahr vor allem auf der Pro Tour und hat insgesamt bereits 6 Players Championship-Turniere gewonnen. Das ist mehr als ein Viertel aller bislang ausgetragenen Turniere. Zudem holte Nijman auch zwei Titel auf der European Tour. Es kann daher mit Recht gesagt werden, dass Nijman neben Littler der Mann der Stunde ist.

Ein weiterer Niederländer, der ein herausragendes Jahr erlebt, ist Kevin Doets. „Hawkeye“ gewann Anfang des Jahres in Hildesheim seinen ersten Players Championship-Titel. Außerdem erreichte er dreimal das Halbfinale und mehrfach das Viertelfinale und ist damit neben Nijman wohl der konstanteste Spieler auf der Pro Tour in diesem Jahr. Auch auf der European Tour hat er sich gezeigt. So erreichte er bei den Austrian Darts Open das Finale, verlor dort jedoch unglücklich gegen Josh Rock. Dennoch beweisen Doets’ Resultate, dass mit ihm in diesem Jahr zu rechnen ist.

Den Rest der Top 10 stellen überwiegend Engländer. Ross Smith ist mit 166.000 Pfund die Nummer 3 der Rangliste. „Smudger“ gewann in diesem Jahr bereits zwei Pro-Tour-Events und holte zudem die International Darts Open. Dahinter folgt Gerwyn Price, der insgesamt 149.000 Pfund erspielt hat. „The Iceman“ gewann in diesem Jahr PC6 in Leicester und sicherte sich auch den Titel bei der European Darts Grand Prix. Dennoch hofft der Waliser wieder auf einen Major-Erfolg, denn sein letzter wirklich großer Titel datiert bereits aus dem Jahr 2022.

James Wade ist die Nummer 5 der Rangliste und hat in diesem Jahr bislang 146.500 verdient. „The Machine“ erreichte das Finale der UK Open und gewann das allererste Players Championship-Turnier des Jahres. Dahinter folgt Luke Humphries, der mit nur 2.000 Pfund weniger auf Rang sechs steht. Die aktuelle Nummer zwei der Welt holte in diesem Jahr neben zwei Pro-Tour-Titeln auch die Belgian Darts Open. Chris Dobey (133.750 Pfund), Josh Rock (131.500 Pfund) und Luke Woodhouse (131.250 Pfund) komplettieren die Top 10. Danny Noppert liegt mit 126.250 auf Platz elf knapp dahinter.

Während einige Spieler in diesem Jahr enttäuschen, gibt es selbstverständlich auch Akteure, die ein Topjahr hinlegen. So steht Niels Zonneveld auf einem starken 22. Platz mit 76.500 Pfund. Der Niederländer erreichte in diesem Jahr bereits zweimal das Halbfinale auf der European Tour und schaffte auf der Pro Tour zudem zweimal den Sprung ins Viertelfinale. Damit hat er sich sein Ticket für das World Matchplay so gut wie gesichert und liegt auch mit Blick auf den World Grand Prix hervorragend im Rennen. Zonneveld belegt derzeit Rang 36 in der regulären Order of Merit, doch mit guten Auftritten bei diesen Turnieren kann er durchaus die Top 32 ins Visier nehmen.

Beau Greaves ist ein weiterer Name, der in dieser Liste ins Auge fällt. Das weibliche Darts-Phänomen hat erst kürzlich ihre Tour Card erhalten, spielt auf der Tour jedoch, als wäre sie seit Jahren dabei. Insgesamt hat sie bereits 57.500 Pfund verdient, womit sie auf Platz 34 liegt. Das ist unter anderem ihrer Titelpremiere beim Players Championship 11 zu verdanken, mit der sie Geschichte schrieb, als erste Frau überhaupt einen Titel innerhalb der PDC zu gewinnen.

Auch Cristo Reyes und Kim Huybrechts verdienen es, erwähnt zu werden. Reyes holte sich im Januar erstmals seit 2021 seine Tour Card über die Q-School zurück, was ihm offenbar Flügel verliehen hat. Der Spanier spielte in diesem Jahr bereits 59.750 Pfund ein. Das liegt unter anderem daran, dass er sich über die Qualifikationsturniere für nahezu jedes European Tour-Turnier qualifiziert hat. Zudem erreicht er auf dem Floor regelmäßig das Achtelfinale.

Huybrechts erlebt aktuell ebenfalls einen Aufschwung. Der Belgier hatte einige schwierige Jahre, doch in diesem Jahr spielt er wieder konstant, was ihm mit 62.250 Pfund Rang 32 in dieser Liste einbringt. „The Hurricane“ stand dreimal im Achtelfinale der European Tour, und auch auf dem Floor gewinnt er regelmäßig genug Partien, um Preisgeld zu sammeln.

Quelle: dartsrankings.com