Das sind die 128 PDC Tour Card-Inhaber im Jahr 2026 – angeführt von Luke Littler, Luke Humphries, Gian van Vee

PDC Pro Tour 2026 steht: Alle 128 Tour Cards, Topstars um Luke Littler, starke Neulinge, Comebacks und deutsche Hoffnung.
Nach dem Abschluss der PDC Q School 2026 stehen die 128 Tour-Card-Inhaber fest, die in der kommenden Saison auf der PDC Pro Tour antreten werden. Das Teilnehmerfeld setzt sich aus den bereits in den Top-64 der Order of Merit platzierten Spielern, den Vorjahres-Tour-Card-Gewinnern, den Siegern der Sekundärtouren sowie den Gewinnern der Q-Schools in Milton Keynes und Kalkar zusammen.
Angeführt wird das neue Pro Tour-Feld von Luke Littler, der als Nummer 1 der Weltrangliste und amtierender Weltmeister in die Saison startet. Der Engländer führt die Order of Merit mit beeindruckenden £2.770.500 deutlich an – nicht zuletzt dank seines £1.000.000-Triumphs bei der Darts WM 2026. Es folgen Luke Humphries mit £1.172.000 sowie Gian van Veen mit £912.500, der damit vor der niederländischen Ikone Michael van Gerwen liegt.
Jonny Clayton, Gary Anderson, Stephen Bunting, Ryan Searle, Josh Rock und Danny Noppert komplettieren die Top-10 der Weltrangliste. Weiter hinten im Ranking wurde es deutlich enger: Der Deutsche Lukas Wenig, Robert Owen und Mario Vandenbogaerde hielten sich jeweils nur knapp innerhalb der Top-64 und sicherten damit ihre Tour Cards.
Besonders bei Vandenbogaerde war Geduld gefragt. Durch das Aberkennen des WM-Preisgeldes von Dom Taylor infolge eines Dopingvergehens – Taylor wird voraussichtlich für unbestimmte Zeit gesperrt – verschoben sich die Platzierungen in der Rangliste. Davon profitierte letztlich der Belgier, der dadurch um die entscheidende Position nach oben rutschte.
Spieler wie Karel Sedlacek, Bradley Brooks, Cam Crabtree, Max Hopp und Adam Lipscombe gehen allesamt in das zweite Jahr ihrer PDC Tour Cards. Sie stehen nach ihrem ersten Jahr formbedingt solide da und dürften gute Chancen haben, ihre Karten auch langfristig zu verteidigen.
Deutlich stärker unter Druck stehen dagegen Rusty-Jake Rodriguez, Pero Ljubic und Kai Gotthardt, die in der vergangenen Saison jeweils weniger als £10.000 Preisgeld einspielen konnten.
An der Spitze der Tour-Neuzugänge steht Beau Greaves, die sich mit ihrem Sieg auf der Development Tour den direkten Einstieg in die PDC Pro Tour 2026 sicherte. Ebenfalls ohne den Umweg über die Q-School bleibt Owen Bates Teil des Profi-Circuits. Zudem kehrt Darius Labanauskas zurück, der sich seinen Platz über die Challenge Tour erspielte.
Gleiches gilt für Stefan Bellmont, der wie Greaves 2026 sein vollständiges Pro Tour-Debüt gibt. Der Rest der neuen Tour-Card-Inhaber kam klassisch über die Q-School auf den Circuit: 29 Spieler sicherten sich auf diesem Weg ihre Profi-Lizenz, verteilt auf zahlreiche Nationen.
In der UK Q-School setzten sich Rhys Griffin, Adam Leek, Carl Sneyd, Niall Culleton, Tom Sykes, Shane McGuirk, Charlie Manby und Samuel Price direkt durch. Sie gewannen ihre Tour Cards an den jeweiligen Tagen und benötigten keine Platzierung in der Order of Merit.
Für besondere Aufmerksamkeit sorgten dabei mehrere Namen: Shane McGuirk, ehemaliger WDF-Weltmeister, Charlie Manby, der zuletzt die vierte Runde im Ally Pally erreichte, sowie Adam Leek aus Adelaide, der eigens seinen Job kündigte, um für die Q School nach Großbritannien zu reisen.
Über die UK Order of Merit qualifizierten sich Stephen Burton, Mervyn King, Tyler Thorpe, Stephen Rosney und David Sharp. Der prominenteste Name ist dabei Mervyn King. Der frühere mehrfache Major-Finalist und ausgewiesene Darts-Routinier verbrachte nach dem Verlust seiner Tour Card ein Jahr auf der Challenge Tour und kehrt 2026 auf die ProTour zurück, nachdem er bereits im vergangenen Dezember sein Comeback im Ally Pally gefeiert hatte.
Stephen Rosney gehört zu den Spielern, die den Schritt vom Lakeside auf die Pro Tour schaffen. Er verstärkt damit die irische Fraktion um Culleton und McGuirk sowie Keane Barry und William O’Connor.
In der European Q-School sicherten sich Filip Bereza, Arno Merk, Jeffrey Sparidaans, Cristo Reyes, Matthias Ehlers, Yorick Hofkens, Jeffrey de Zwaan und Sietse Lap ihre Tour Cards direkt. Das Feld vereint Erfahrung und Rückkehrer: Cristo Reyes meldet sich nach einigen Jahren fern vom Oche unmittelbar zurück, während Jeffrey de Zwaan, ehemaliger World-Matchplay-Halbfinalist, ein viel beachtetes Comeback feiert. Arno Merk überzeugte zudem bereits bei der Weltmeisterschaft und gilt als klare Bereicherung für die Tour.
Über die europäische Order of Merit schaffte es schließlich auch Jimmy van Schie auf den PDC-Circuit. Der WDF-Weltmeister, der 2,06 Meter misst, galt lange als vielleicht bester Spieler ohne Tour Card und führte eine starke niederländische Gruppe an, zu der auch Chris Landman, Jurjen van der Velde und Alexander Merkx zählen. Aus deutscher Sicht waren am Finaltag mit Marvin Kraft und Pascal Rupprecht zudem zwei weitere Akteure erfolgreich.
Geschichte schrieb zudem Benjamin Pratnemer, der als erster Slowene überhaupt eine PDC Tour Card gewann. Der unter dem Spitznamen „Star“ bekannte Akteur ist seit Jahren eine feste Größe bei osteuropäischen Turnieren, inklusive WDF und European Tour. Auch Adam Gawlas kehrt auf die Pro Tour zurück.
Knapp gescheitert sind dagegen Boris Krcmar und Andreas Harrysson, während Matt Campbell und José de Sousa den direkten Wiederaufstieg verpassten und 2026 der Challenge Tour zugeordnet sind. Damit ist das PDC-Pro-Tour-Feld für die Saison 2026 komplett.