„Das macht keinen Spaß“: Nathan Aspinall äußert sich nach Aus in Leverkusen erneut zu Dartitis-Problemen

„Das macht keinen Spaß“: Nathan Aspinall äußert sich nach Aus in Leverkusen erneut zu Dartitis-Problemen

Nathan Aspinall spricht nach seinem Viertelfinal-Aus bei den European Darts Open offen über seine Abwurfprobleme. Schon am Wochenende wartet das World Matchplay.

Nathan Aspinall hat sich nach dem Viertelfinal-Aus bei den European Darts Open 2026 offen über seine anhaltenden Wurf-Probleme geäußert. Der Engländer scheiterte am Sonntag in Leverkusen mit 4:6 an Krzysztof Ratajski, der sich später auch den Turniersieg sicherte. Trotz phasenweise starker Leistungen machten sich Aspinalls bekannte Schwierigkeiten erneut bemerkbar.

Besonders unter den extrem heißen Bedingungen in der Ostermann-Arena fiel dem Titelverteidiger das Spiel sichtlich schwer. Zwar ließ Aspinall immer wieder seine Klasse aufblitzen, doch in den entscheidenden Momenten verhinderten Unsicherheiten beim Release ein besseres Ergebnis.

Nach seinem Ausscheiden meldete sich der Engländer auf Instagram zu Wort und fasste den schwierigen Turniertag mit wenigen, aber deutlichen Worten zusammen.

„Das macht keinen Spaß“, schrieb Aspinall. „Wow, das war heiß. Habe mit dem Abwurf zu kämpfen, aber wie immer kommen wir da durch.“

Bereits zu Beginn des Viertelfinals deutete sich an, dass der 33-Jährige erneut mit seinem Release haderte. Zwar eröffnete Aspinall die Partie mit einem souveränen 15-Darter zum Hold, ließ im zweiten Leg jedoch gleich vier Darts auf Doppel-11 ungenutzt. Ratajski nutzte die Gelegenheit und stellte über Doppel-5 auf 1:1.

Trotz der anhaltenden Schwierigkeiten fand der Titelverteidiger zunächst zurück ins Match. Mit einem Treffer auf Doppel-2 ging Aspinall wieder in Führung und hielt die Partie offen.

Seine stärkste Phase erlebte der Engländer im fünften Leg. Mit zwei aufeinanderfolgenden 180ern spielte er sich nach nur sechs Darts auf ein Restfinish von 141 und durfte kurz vom 9-Darter träumen. Der siebte Dart verfehlte jedoch hauchdünn das Triple-20-Feld, sodass die perfekte Aufnahme ausblieb. Wenig später entschied Aspinall das Leg dennoch über Doppel-8 für sich und stellte den Vorsprung wieder her.

Ratajski ließ sich davon jedoch nicht beeindrucken. Der Pole glich zunächst mit einem starken 79er-Finish zum 3:3 aus und holte sich anschließend das erste Break der Partie.

Aspinall konterte zwar unmittelbar, nachdem Ratajski an einem Highfinish-Versuch gescheitert war. Über Single-3 und Doppel-1 stellte der Engländer auf 4:4 und hielt seine Hoffnungen auf die Titelverteidigung am Leben.

Es sollte jedoch sein letztes gewonnenes Leg des Turniers bleiben. Ratajski legte einen starken 12-Darter zur erneuten Führung nach und machte den Viertelfinalsieg wenig später auf der Doppel-4 perfekt. Im entscheidenden Leg gelang es Aspinall nicht mehr, ausreichend Druck auf seinen Gegner auszuüben.

Mit der Niederlage endete zugleich seine Regentschaft bei den European Darts Open. Im Vorjahr hatte sich Aspinall in Leverkusen noch mit einem 8:6-Finalsieg über Damon Heta den Titel gesichert.

Aspinall hatte in den vergangenen Jahren mehrfach offen über seinen Kampf mit Dartitis gesprochen. Auch seine jüngsten Aussagen deuten darauf hin, dass ihn die Probleme beim Abwurf weiterhin begleiten und aktuell erneut stärker beschäftigen.

Trotz der Enttäuschung fand der Engländer nach dem Turnier aber auch positive Worte. Vor allem für die Unterstützung der Zuschauer zeigte sich der frühere UK-Open- und World-Matchplay-Champion dankbar.

„Die Unterstützung war an diesem Wochenende wieder unfassbar“, schrieb Aspinall.

Viel Zeit zum Durchatmen bleibt dem Engländer allerdings nicht. Bereits am kommenden Wochenende beginnt in den Winter Gardens von Blackpool das World Matchplay. Dort wird Aspinall erneut angreifen – in dem Wissen, dass seine Scoring-Stärke weiterhin vorhanden ist, er den Kampf mit seinem Release jedoch erneut mit auf die große Bühne nimmt.

Nic Gayer ist seit 2022 im Journalismus tätig und begann seine Laufbahn als freier Redakteur im Lokaljournalismus für eine Tageszeitung. Heute berichtet er für Dartsnews.de über den professionellen Dartsport und ordnet das aktuelle Geschehen ein – von großen Turnieren bis zu Entwicklungen abseits der Bühne.

Regelmäßig ist er bei Events vor Ort und begleitet rund 20 Turniere pro Jahr, wo er Interviews führt, unter anderem mit Luke Littler, Luke Humphries, Michael van Gerwen, Gerwyn Price sowie Martin Schindler, Gian van Veen und Josh Rock.

Zudem ist er eine der prägenden Stimmen im englischsprachigen Dartsnews Podcast und Co-Host des Sport-Podcasts Overtime Takes.

Nic arbeitet aus der Nähe von München und steht kurz vor dem Abschluss als Bachelor of Arts in Sportjournalismus.

In seiner Berichterstattung legt er großen Wert auf sorgfältige Quellenprüfung, präzise Einordnung und aktualisiert Inhalte, sobald neue, gesicherte Informationen vorliegen.