EM-Feld für Dortmund ist komplett, Schindlers 104er-Average reicht nicht & Robertson gewinnt in Riga

EM-Feld für Dortmund ist komplett, Schindlers 104er-Average reicht nicht & Robertson gewinnt in Riga

Darts News vom 18. Oktober 2026: Das EM-Feld für Dortmund steht, Schindler scheitert mit 104,09er Average an Heta, Robertson gewinnt den WDF-Riga-Open.

Mit dem Abschluss der European Tour steht das Teilnehmerfeld der Europameisterschaft in Dortmund fest. Stephen Bunting sicherte sich den letzten der 32 Plätze, Martin Schindler und Niko Springer sind als deutsche Starter qualifiziert. Schindler schied in Maastricht aus, obwohl er mit einem Average von 104,09 Punkten den besseren Wert warf als sein Gegner.

Das Wichtigste des Tages

  • Das 32er-Feld der Europameisterschaft in Dortmund ist komplett: Stephen Bunting sicherte den letzten Platz mit einem 6:1 gegen Nathan Aspinall.
  • Martin Schindler verlor trotz 104,09er Average und einem Zehn-Darter mit 4:6 gegen Damon Heta.
  • Gian van Veen zog als erster Spieler ins Halbfinale des letzten European-Tour-Turniers der Saison ein.
  • Beim WDF-Turnier in Riga gewann Scott Robertson die offene Konkurrenz, der Deutsche Mika Donnevert die Jugendwertung.

EM-Qualifikation: Bunting macht den letzten Platz fest

Die 32 Startplätze für die Europameisterschaft werden ausschließlich über die European Tour Order of Merit vergeben, die sich allein aus dem Preisgeld der fünfzehn Turniere der Serie speist. Das Turnier in Maastricht war das letzte der Saison und damit für alle Spieler am Rand der Qualifikationszone die letzte Gelegenheit, Boden gutzumachen.

Stephen Bunting ging als Inhaber des 32. und damit letzten Rangs in den Tag, mit einem Vorsprung von 2.000 Pfund auf Karel Sedlacek. Der Engländer machte seine Teilnahme unabhängig von den Ergebnissen der Konkurrenz fest: Mit dem 6:1 gegen Nathan Aspinall zog er ins Viertelfinale ein und sammelte genug Preisgeld, um nicht mehr aus den Top 32 fallen zu können. Aspinall, der für Dortmund längst qualifiziert ist, traf in dieser Partie nur 8,33 Prozent seiner Doppelversuche und kam damit nie in die Nähe mehrerer Legs in Serie.

Aus deutscher Sicht endet die European-Tour-Saison mit zwei Startplätzen. Niko Springer steht als 23. der Order of Merit im Feld, Martin Schindler als 31. Titelverteidiger in der Westfalenhalle ist Gian van Veen, der dort seinen ersten Major-Titel gewonnen hat. Die Auslosung folgt, sobald die Rangliste offiziell abgeschlossen ist.

Darts in Deutschland: Schindlers 104er-Average ohne Ertrag

Schindler eröffnete die Partie gegen Damon Heta mit einem Zehn-Darter und führte 2:0. Auch beim Stand von 4:3 war er noch in Front, ehe der Australier die letzten drei Legs gewann und die Partie mit einem 97er-Finish entschied. Am Ende stand ein 4:6, das die Statistik des Spiels kaum abbildet: Schindler warf 104,09 Punkte im Average gegen 102,50, er traf sechs 180er gegen zwei.

Den Ausschlag gab die Doppelquote. Heta verwertete 42,86 Prozent seiner Würfe auf die Doppelfelder, Schindler 28,57 Prozent. Ein Average von über 104 Punkten gewinnt auf der European Tour die meisten Partien; wer dabei nur gut jeden vierten Doppelwurf trifft, gibt den im Scoring erarbeiteten Vorteil wieder ab. Für Schindler bleibt eine Leistung, die ihm auf dem Weg nach Dortmund als Maßstab dienen kann – und die zeigt, dass die Entscheidung gegen einen Spieler aus den Top 16 der Welt an wenigen Würfen hing.

Der zweite deutsche Qualifikant, Niko Springer, war in Maastricht an diesem Turniertag nicht mehr im Einsatz. Seine Platzierung in der Order of Merit lag bereits vor dem Schlussturnier der Serie außer Reichweite der Verfolger.

Die Zahlen des Tages

Maastricht brachte zwei Partien, in denen der höhere Average nicht zum Sieg reichte. Neben Schindler traf es Ryan Searle, der im Viertelfinale gegen Gian van Veen 100,50 Punkte warf und dennoch 3:6 verlor; van Veen kam auf 99,24. Beide Spiele illustrieren, wie eng die Leistungsdichte an der Spitze der European Tour inzwischen ist: Über den Ausgang entscheidet seltener das Scoring als die Quote auf den Doppeln.

European Tour 15: die Ergebnisse aus Maastricht

Die dritte Runde des letzten European-Tour-Turniers der Saison brachte acht Partien, vier niederländische Spieler setzten sich vor eigenem Publikum durch.

  • Gian van Veen – Brendan Dolan 6:1
  • Ryan Searle – Ross Smith 6:4, unter anderem mit einem 150er-Checkout
  • Luke Woodhouse – William O'Connor 6:4
  • Danny Noppert – Jermaine Wattimena 6:3, mit einem 145er-Finish
  • Niels Zonneveld – Gerwyn Price 6:4
  • Wessel Nijman – Cristo Reyes 6:3
  • Damon Heta – Martin Schindler 6:4
  • Stephen Bunting – Nathan Aspinall 6:1

Im ersten Viertelfinale der Abendsession setzte sich van Veen mit 6:3 gegen Searle durch und zog ins Halbfinale ein; die übrigen Partien liefen zum Redaktionsschluss noch. Van Veen, der den European-Tour-Rekord im Average hält, ist damit der erste Halbfinalist. Brendan Dolan steht als Nachrücker für den abgesagten Rob Cross im Feld. Den ausführlichen Turnierbericht gibt es bei uns separat.

WDF: Robertson gewinnt den Riga Open

Zum Abschluss des Turnierblocks in Riga gewann Scott Robertson die offene Konkurrenz des Riga Open. Bei den Frauen setzte sich Aileen de Graaf durch. Aus deutscher Sicht bemerkenswert ist der Erfolg von Mika Donnevert, der die Jugendkonkurrenz für sich entschied. Reece Pauling gewann die U23-Wertung, Ruby Grey die Mädchenkonkurrenz, Maite Navamuel die U23-Wertung der Mädchen. Der Riga Open zählt zum WDF-Kalender und fließt in die Rangliste des Verbands ein, die über die Startplätze bei der WDF-Weltmeisterschaft entscheidet.

Das steht morgen an

Der PDC-Kalender sieht für Montag, den 19. Oktober, keine Veranstaltung vor. Mit dem Finale in Maastricht ist die European Tour abgeschlossen; der nächste Termin im Kalender ist die Europameisterschaft in der Westfalenhalle Dortmund, für die das Teilnehmerfeld seit heute feststeht.

Weitere News

Alle Darts-News auf DartCloud