9-Darter bei der European Championship 2026: Luke Woodhouse wirft perfektes Leg in Dortmund

Luke Woodhouse wirft bei der European Championship 2026 in Dortmund einen 9-Darter und gewinnt 6:3 gegen Dirk van Duijvenbode. Alle Fakten zum perfekten Leg.
Die European Darts Championship 2026 in Dortmund ist kaum eröffnet – und hat schon ihren Höhepunkt. Luke Woodhouse hat am Donnerstagabend (22. Oktober 2026) in der Westfalenhalle das perfekte Leg geworfen. Der 38-jährige Engländer landete im Auftaktmatch des Turniers einen 9-Darter gegen Dirk van Duijvenbode und zog anschließend mit 6:3 in die zweite Runde ein.
Perfektes Leg im allerersten Spiel
Woodhouse, an Position neun gesetzt, eröffnete gegen den Niederländer van Duijvenbode (Nr. 24) die Abendsession. Im vierten Leg war es so weit: zwei 180er zum Auftakt, danach das 141er-Finish – der letzte Pfeil landete in der Doppel-Zwölf. Die Westfalenhalle explodierte, Woodhouse ging damit mit 3:1 in Führung und ließ sich den Vorsprung nicht mehr nehmen.
Am Ende stand ein 6:3 nach Legs. Die Statistik unterstreicht die Überlegenheit des Engländers: 99,11 Punkte Average standen 84,82 bei van Duijvenbode gegenüber. Gespielt wurde in Runde eins im Modus Best of 11 Legs.
Erst der fünfte 9-Darter der EM-Geschichte
Ein perfektes Leg bei diesem Major ist eine Rarität. Woodhouse ist erst der fünfte Spieler, dem das Kunststück bei der European Championship gelungen ist – nach Adrian Lewis, Michael van Gerwen, Kyle Anderson und José de Sousa. Der letzte 9-Darter bei diesem Turnier liegt sechs Jahre zurück und datiert aus dem Jahr 2020. Auch bei der WM 2026 in London hatte es keinen einzigen Neun-Darter gegeben.
Für Woodhouse selbst ist es nicht der erste große Moment in dieser Saison: Beim World Grand Prix hatte er Luke Littler aus dem Turnier geworfen.
Das Donnerstagsprogramm in der Westfalenhalle
Die erste Runde wird auf zwei Tage verteilt. Am Donnerstagabend standen ab 19:00 Uhr acht Partien auf dem Zettel:
- Luke Woodhouse – Dirk van Duijvenbode 6:3
- Danny Noppert – Stephen Bunting
- Niels Zonneveld – Cameron Menzies
- Gerwyn Price – Rob Cross
- James Wade – Damon Heta
- Kim Huybrechts – Ryan Searle
- Gian van Veen – Andrew Gilding
- Ross Smith – Karel Sedláček
Titelverteidiger Gian van Veen steigt im vorletzten Spiel des Abends gegen Andrew Gilding in das Turnier ein. Der Niederländer hatte 2025 im Finale Luke Humphries mit 11:10 bezwungen.
Humphries fehlt, Huybrechts rückt nach
Kurzfristig musste der Vorjahresfinalist das Turnier absagen: Luke Humphries wurde mit einer Magen-Darm-Erkrankung aus dem Feld genommen. Für ihn rückte Kim Huybrechts als bestplatzierter nicht qualifizierter Spieler nach, der nun auf Ryan Searle trifft.
Für Woodhouse geht es am Samstag weiter
Die zweite Hälfte der ersten Runde folgt am Freitag ab 12:00 Uhr mit acht weiteren Partien, darunter die beiden deutschen Auftritte: Martin Schindler trifft auf Wessel Nijman, Niko Springer auf Jonny Clayton. Ebenfalls am Freitag im Einsatz: Luke Littler gegen William O'Connor sowie Michael van Gerwen gegen Kevin Doets.
Der weitere Fahrplan:
- Freitag, 23.10., ab 12:00 Uhr: restliche acht Erstrundenspiele
- Samstag, 24.10., 12:00 und 19:00 Uhr: zweite Runde (Best of 19)
- Sonntag, 25.10., ab 12:00 Uhr: Viertelfinals
- Sonntag, 25.10., ab 18:00 Uhr: Halbfinals und Finale (Best of 21)
Woodhouse muss bis Samstag warten. In Runde zwei bekommt er es mit dem Sieger der Partie zwischen van Veen und Gilding zu tun.
Preisgeld und Übertragung
Insgesamt sind in Dortmund 750.000 Pfund ausgeschüttet. Die Staffelung:
- Sieger: 150.000 £
- Finalist: 80.000 £
- Halbfinalisten: je 50.000 £
- Viertelfinalisten: je 35.000 £
- Aus in Runde 2: 20.000 £
- Aus in Runde 1: 7.500 £
Woodhouse hat sich mit seinem 6:3 also schon mindestens 20.000 Pfund gesichert. Übertragen wird die 19. Auflage des Turniers in Deutschland live von Sport1 und DAZN.
Das Teilnehmerfeld bilden die 32 besten Spieler der European Tour Order of Merit, eine klassische Auslosung gibt es nicht – der Turnierbaum ergibt sich aus der Rangliste, Nr. 1 spielt gegen Nr. 32 und so weiter. Ab 2027 wird das Feld auf 48 Spieler vergrößert, das Turnier auf sechs Tage verlängert und das Preisgeld auf eine Million Pfund erhöht.