Premier League Darts: Format und Regeln
Die Premier League Darts ist das Einladungsturnier der PDC, bei dem seit 2022 acht Topspieler an 16 Donnerstagabenden in wöchentlichen Mini-Turnieren im Best of 11 Legs gegeneinander antreten. Die besten vier der Tabelle erreichen die Play-offs, in denen der Titel und die Siegprämie von 350.000 £ vergeben werden.
Eckdaten
- Teilnehmer: 8 Spieler
- Spieltage: 16 + Play-offs
- Spielmodus: Best of 11 Legs
- Play-offs: Best of 19 / 21 Legs
- Punkte pro Tagessieg: 5
- Gesamtpreisgeld: 1.250.000 £
- Siegprämie: 350.000 £
- Rekordsieger: Michael van Gerwen
Das Grundprinzip: acht Spieler, 16 Spieltage
Die Premier League Darts wird seit 2005 von der Professional Darts Corporation (PDC) ausgetragen und gilt neben der WM und dem World Matchplay als Teil der sogenannten Triple Crown. Gespielt wird traditionell donnerstags, verteilt über den Zeitraum von Februar bis Mai, an wechselnden Spielorten. Die Stationen liegen in Großbritannien, Irland, den Niederlanden, Belgien und Deutschland – Berlin steht seit 2018 im Kalender, Belgien kam mit Antwerpen 2026 hinzu. Das Teilnehmerfeld hat sich mehrfach verändert: Zum Start 2005 waren es sieben Spieler, zwischenzeitlich zehn, seit 2022 sind es acht. Ebenso wurde das alte Ligensystem mit Hin- und Rückrunde und der „Judgement Night“, nach der die schwächsten Spieler ausschieden, abgeschafft. Heute besteht die Saison aus 16 eigenständigen Spieltagen plus dem Finalabend.
Der Spieltag: ein komplettes Mini-Turnier pro Abend
Seit 2022 wird an jedem der 16 Spieltage ein eigenes Mini-Turnier im K.-o.-System ausgespielt. Auf dem Programm stehen sieben Partien: vier Viertelfinals, zwei Halbfinals und das Tagesfinale. Alle Spiele der regulären Spieltage werden im Modus Best of 11 Legs ausgetragen – wer zuerst sechs Legs gewinnt, zieht in die nächste Runde ein. Unentschieden, wie sie im alten Ligenformat möglich waren, gibt es damit nicht mehr. Die Viertelfinal-Paarungen sind über weite Strecken vorgegeben: In den Wochen 1 bis 7 sowie 9 bis 15 trifft jeder Spieler insgesamt zweimal im Viertelfinale auf jeden Gegner. Nur an den Spieltagen 8 und 16 wird nach Setzliste gelost: Der Tabellenführer trifft dann auf den Tabellenletzten, der Zweitplatzierte auf den Vorletzten und so weiter.
Punktesystem und Tabelle
Für das Abschneiden an einem Abend gibt es Punkte für die Gesamttabelle: Der Tagessieger erhält fünf Punkte, der unterlegene Finalist drei Punkte und die beiden Halbfinalverlierer je zwei Punkte. Wer schon im Viertelfinale ausscheidet, geht an diesem Abend leer aus. Über 16 Spieltage summieren sich diese Punkte zur Premier-League-Tabelle. Die vier bestplatzierten Spieler qualifizieren sich für die Play-offs, die restlichen vier scheiden aus. 2026 setzte sich Luke Littler mit 43 Punkten an die Spitze, vor Jonny Clayton (34), Luke Humphries (27) und Gerwyn Price (26). Den Rekord hält Littler mit 45 Punkten in der Saison 2025.
Die Play-offs: längere Distanzen am Finalabend
Der Finalabend findet in der Regel in London statt – 2026 am 28. Mai in der O2 Arena. Dort treffen die Tabellenersten auf die Vierten und die Zweiten auf die Dritten. Gespielt wird über längere Distanzen als an den regulären Spieltagen: Die Halbfinals gehen über Best of 19 Legs, das Finale über Best of 21 Legs. 2026 gewann Luke Littler das Finale mit 11:10 gegen Luke Humphries, nachdem er sich zuvor im Halbfinale mit 10:9 gegen Gerwyn Price durchgesetzt hatte. Es war Littlers zweiter Titel nach seinem Debütsieg 2024.
Qualifikation: Top 4 plus vier Wildcards
Startberechtigt sind acht Spieler. Die ersten vier der PDC Order of Merit nach der Weltmeisterschaft sind automatisch qualifiziert. Die übrigen vier Plätze vergibt die PDC per Wildcard an Spieler, die aus ihrer Sicht im vergangenen Jahr am stärksten aufgetreten sind. Dieses Prinzip gilt in dieser Form seit 2011; früher qualifizierten sich die Top sechs direkt. 2026 kamen Luke Littler, Luke Humphries, Gian van Veen und Michael van Gerwen über die Weltrangliste ins Feld, die Wildcards gingen an Jonny Clayton, Stephen Bunting, Josh Rock und Gerwyn Price. Wichtig: Die Premier League ist ein reines Einladungsturnier – das Preisgeld wird für keine Rangliste gewertet.
Preisgeld und Sonderprämien
Das Gesamtpreisgeld wurde für 2026 um 250.000 £ auf 1.250.000 £ erhöht – zum Vergleich: In der Anfangszeit lag der Preistopf bei 265.000 £. Der Gesamtsieger erhält erstmals 350.000 £, der Finalist 170.000 £, die beiden Halbfinalisten je 110.000 £. Wer die Play-offs verpasst, bekommt je nach Tabellenplatz zwischen 95.000 £ (Platz 5) und 80.000 £ (Platz 8). Dazu kommen Bonuszahlungen: Jeder der 16 Tagessiege wird mit 10.000 £ extra belohnt. Für einen Neun-Darter gibt es goldene Darts im Wert von 30.000 £.
Häufige Fragen
Wie viele Spieler nehmen an der Premier League Darts teil?
Seit 2022 sind es acht Spieler: die Top vier der PDC Order of Merit nach der WM sowie vier von der PDC vergebene Wildcards. Zum Start 2005 waren es sieben, zwischen 2013 und 2021 zehn Spieler.
In welchem Modus wird gespielt?
An den 16 regulären Spieltagen wird jeder Abend als K.-o.-Turnier mit Viertelfinals, Halbfinals und Finale im Best of 11 Legs ausgetragen. In den Play-offs gehen die Halbfinals über Best of 19 Legs, das Finale über Best of 21 Legs.
Wie funktioniert das Punktesystem?
Fünf Punkte für den Tagessieg, drei Punkte für den unterlegenen Finalisten, zwei Punkte für jeden Halbfinalverlierer. Wer im Viertelfinale ausscheidet, bekommt keine Punkte. Nach 16 Spieltagen ziehen die vier Bestplatzierten in die Play-offs ein.
Zählt die Premier League für die Weltrangliste?
Nein. Die Premier League ist ein reines Einladungsturnier der PDC, das Preisgeld fließt in keine Rangliste ein.
Wer ist Rekordsieger der Premier League Darts?
Michael van Gerwen mit sieben Titeln (2013, 2016, 2017, 2018, 2019, 2022 und 2023). Dahinter folgt Phil Taylor mit sechs Erfolgen zwischen 2005 und 2012.
Was war Phil Taylors legendärster Premier-League-Auftritt?
Im Finale 2010 gegen James Wade warf Taylor gleich zwei Neun-Darter in einem Match und gewann 10:8 – bis heute ist er der einzige Spieler, dem das in einem Premier-League-Finale gelang. Ebenfalls Rekord: seine Serie von 44 Spielen ohne Niederlage zwischen 2005 und 2008.